A l l   a b o u t   J o u l e a n


Ein kleiner blauer, langhaariger Hund an meiner Seite... das war schon immer so ziemlich meine Wunschvorstellung. Jou erfüllt meine komplette Erwartungshaltung, wenn sie diese nicht noch übertrifft. Sie ist mein absoluter Traumhund. Ich liebe ihre Art zu arbeiten, ich liebe ihre Motivation und ich liebe ihren hohen "will- to- please".
 


Jou ist für alles zu haben. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob man mit ihr stumpfen, langweiligen Gehorsam üben will, ob man ihr irgendwelche Drehungen, Wendungen oder Tricks beibringen möchte, es spielt keine Rolle ob es Obedience oder Agility ist. Wenn Jou lernen darf, blüht sie förmlich auf. Vorraussetzung: Es ist die gewohnte Umgebung, es sind nicht zu viele Menschen da und es passiert nicht so viel um sie herum.

Sie ist sheltietypisch sensibel, sehr sensibel. Nachdem sie letztes Jahr die Begleithundeprüfung mit Bravour bestanden hat, lief der Rest unsere Prüfungen, die wir im Agi gelaufen sind, eher katastrophal. Sie neigt zu ganz schlimmem Meideverhalten und war zwischendurch so gestresst, dass sie sämtliche Hundeplätze, nachdem ich sie vor die erste Hürde gesetzt habe, verlassen haben. Ich habe sie mehr oder weniger vorläufig aus den Prüfungen raus genommen und das ganze Programm, dass man mit seinem Welpen zwecks Sozialisierung machen sollte, wiederholt. Generell bin ich davon überzeugt, dass es zu früh für einen so feinfühlen Hund wie Jou ist, und ich mir mit allem hätte mehr Zeit lassen können und müssen. Diese Zeit holen wir jetzt aber nach.
 


Denn auch in diesem Bereich siegt mittlerweile ihr Wille zu arbeiten und zu gefallen. Sie überwindet sich immer mehr und findet mittlerweile die unheimlichsten Dinge echt cool. Ich habe in den letzte zwei Jahren an einigen Seminaren mit ihr teilgenommen, auf denen wir immer gelobt wurden und auf denen man uns immer gesagt hat, dass wir beide zwar einen steilen, aber einen begehbaren Weg vor uns haben. Davon bin ich mittlerweile auch überzeugt. Ich bin mir ganz sicher, dass sie sich irgendwann ganz überwinden wird und zeigt, was sie kann. Sie ist ein kleiner Schatz und lernt mit einer enormen Geschwindigkeit. Wenn sie jemanden erst einmal kennen gelernt hat, belästigt sie denjenigen ihretwegen auch 24 Stunden am Tag mit ganz ganz viele überschwänglichen Küsschen. Es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis aus dem kleinen, blauen, langhaarigen Hund ein kleiner, blauer, langhaariger Terrier wird.

Zwischenstand 2009

Fremde Menschen ankläffen liegt hinter, spielen hingegen steht schon eher auf unserem Stundenplan. Ich kenne viele Menschen und Trainer, die mir immer gesagt habe, man kann JEDEM Hund das spielen beibringen. Ich war diejenige, die sich dachte,  dass dann wohl keiner von denen einen Hund wie Jou erlebt hat. Naja, heute weiß ichs besser. Mittlerweile weiß ich auch, dass ich meinen Hund „falsch“ aufgebaut habe und man den Aufbau von Hunden nicht verallgemeinern sollte. Ich bin dankbar, einen solchen Hund wie Jou haben zu dürfen. Wie viel ich durch Jou gelernt habe, kann ich hier gar nicht sagen. Es steht definitiv fest, dass es eine Menge ist. Sie ist der erste Hund, dem ich running contacts beigebracht habe (auch der erste aus unserem Verein) und ich denke, wenn sie „fertig“ ist, wird sie, auf Grund der vielen, vielen Arbeit, die ich in sie investiere (investieren musste), ein sehr ausgeglichener und sehr gut ausgebildeter Hund. Jous Feinfühligkeit ist vielen Menschen ein Dorn im Auge und die meisten Sportler wollen einen schnellen, triebigen Hund. Unabhängig davon, dass ich Jou niemals als langsam und ´nicht triebig bezeichnen würde (die meisten bezeichnen einen „triebigen Hund“ als „triebig“, wenn er für einen dämlichen Ball töten würde) sehe ich in ihrer Feinfühligkeit sehr viele Vorteile, alleine was ihr Reaktionsvermögen angeht, das von enormer Genauigkeit und Schnelligkeit ist. Ich denke, ich habe den richtigen Weg für uns beide gefunden. Jetzt ziehen wir los.