A l l   a b o u t   K i r a

Mit 5 Wochen zog Kira schon bei uns ein und mit ihr ging mein Wunsch, einen eigenen Hund zu haben und zu erziehen, vorerst in Erfüllung. Die Wahl fiel auf den Terrier, weil mein Lieblings-Ausleih-Hund auch so einer war. Dass das als Ersthund für ein 14- jähriges Mädchen, das bis dato Hunde nur spazieren geführt hat, vielleicht nicht ganz die richtige Wahl war und man von einem Hund nicht zwingend auf den andern schließen sollte, zeigte sich relativ schnell.
Mit 6 Wochen schon hat sie mich alleine im Park stehen lassen und ihr eigenes Ding gedreht, während die Welpen von Freunden tapfer gefolgt sind.


Sie zeigte 0 Interesse an mir und hatte das akute Bedürfnis, sich selbstständig zu machen. Irgendwie lernt man dann ja doch mit den Dingen umzugehen und weil sie noch so jung war und man mir gesagt hat, sie würde auf Grund der Tatsache, dass sie so früh von ihren Wurfgeschwister weggekommen ist, eventuell Defizite im Sozialverhalten haben, besuchte ich mit ihr die Welpenschule, die auf keinen Fall geschadet hat. Auch wenn sie fast alle Welpen doof fand und heute mit Hunden nur selten spielt, ist sie niemals böse und lässt sich manchmal von Joulean überreden.
in den Welpenspielstunden lernte sie auch die ersten Schritte des Gehorsams, doch im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass Kira eher erziehungsresistent ist. Diejenigen, die mich bei der Vorbereitung für die Begleithundeprüfung 2006 erlebt haben, werden jetzt fleißig nicken (An dieser Stelle nochmal danke an Sabine, die uns nie aufgegeben hat ;) ). Die Bedeutung von "Platz" leuchtet ihr bis heute nicht ein, nachdem ich es 100 mal neu aufgebaut, geshapt und geübt habe. Andere Dinge, die sie eigentlich KENNT (wie gesagt: eigentlich) fallen ihr nur manchmal ein...    Nichts desto trotz ist Kira ein sehr liebenswerter Hund, der zwar sehr eigenwillig aber sehr einzigartig ist.
 

Wenn ich sie mit einem Wort beschreiben müsste, würde ich "bescheuert" sagen. Ihre Leidenschaft ist Agility, auch wenn sich das nicht zwingend in ihrer Geschwindigkeit widerspiegelt.
Mit Kira sammelte ich meine erste Turniererfahrung und die Tatsache, dass wir mit dem Hundesport angefangen haben, hat mir den Umgang mit ihr wesentlich erleichtert. Nichts desto trotz ist sie immer noch ein kleiner Psycho (und wird auch höchst wahrscheinlich einer bleiben), der seinen Ball und Wasser fast mehr liebt als alles andere. Trotzdem glaube ich fest daran, dass sie das Prinzip der Rangordnung verstanden hat und ich würde sie auch nicht mehr hergeben, selbst wenn sie manchmal nervt. Was einen nicht umbringt, macht einen bekanntlich nur härter. Schade nur, dass Kira das genauso sieht

Zwischenstand 2009

Nicht zuletzt durch Jou weiß ich,  was ich an Kira habe. Kira ist ein völlig wesensfester Hund, auf den ich mich  immer verlassen kann. Ich denke, es gibt keine Situation, in der ich NICHT mit ihr rechnen kann. Sie ist generell auf 180, vor positiver Freude auf das, was kommt. Sie ist immer sie selbst, glücklich, zufrieden und durchgeknallt, was aber nicht zwingend positiv ist, insbesondere nicht für andere ;). Ihr Selbstbewusstsein reicht für ein ganzes Rudel und sie hat keine Angst- vor nichts.
Die Selbstständigkeit, mit der Kira schon immer unterwegs war, die ich anfänglich als „schwierig“ bezeichnet habe, ist jetzt das, was ich an dem Hund liebe, schätze und auf jeden Fall behalten will. Unbeeindruckt kämpft sie sich durch den Alltag- auf Spaziergängen gibt es nur sie und mich, und naja, die Kaninchen halt ;)
Kira strahlt einfach diese absolute Sicherheit aus, mit welcher sie mir auch sehr stark hilft, den Tag mit Jou zu meistern. Sie ist wirklich der beste Lehrmeister, den man haben kann, nicht nur für Jou, sondern auch für mich.