3. Nachsorgeuntersuchung

3. Nachsorgeuntersuchung

Logisch, dass der erste Tag in Deutschland im Krankenhaus verbracht wird! Um 10.30 der erste Termin beim Onkologen zum Gespräch, Sonografie vom Bauch, Röntgen der Lunge, Blutabnahme, bla bla bla. Wesentlich weniger nervös als sonst ging es heute zu den Ärzten, langweilt alles nur noch sehr. Ziemlich gefasst saßen wir also vorm Sonoraum und haben gewartet, und gewartet und gewartet – bis die Panik wegen einem Herzstillstand ausgebrochen ist. Ganz ehrlich, das alles zu verpacken, wird immer schwieriger, obwohl ich immer mehr Abstand gewinnen sollte. Geht irgendwie nicht. So gar nicht. Naja, als ich dann dran war, wurde ich auch von einem meiner zwei Lieblingsärzte behandelt (11.01.2012: „Frau Kusch, Sie haben eine ernstzunehmende Lymphdrüsenerkrankung, die medikamentös behandlet wird!“ –  aha?). Aber ist eben kein Wunschkonzert. Also wurde mein Bauch untersucht und sämtliche Organe gecheckt. Mit dem Satz: „Es macht Spaß, mit ihnen zu sonografieren“, sollte ich mich wahrscheinlich geehrt fühlen; dass ich eine schöne Milz habe und hübsche Organe, weiß ich ja schon aus der Vergangenheit. Auf meine Bitte, den Hals und die Achseln noch zu untersuchen, habe ich dann erfahren, dass ich einen Lymphknoten an der linken Halsseite habe, der 3,6 cm groß ist und einen 5cm großen an der rechten. PANIK. Kein Grund zur Panik, denn solange die nicht wachsen, ist das ja total normal. So normal wahrscheinlich wie man sich 6 Monate Chemotherapie vorstellt, wenn etwas „medikamentös behandelt“ werden soll. Oh man ey, keine Worte. Im Juli dann die nächste Nachsorgeuntersuchung, und das dann auch die Letzte im 3- Monate- Zyklus. Danach wird nur noch halbjährlich geprüft, sollte nichts gefunden werden. Denn die nächste Nachsorge ist die „Du- hast- tatsächlich- das- erste- Jahr- überlebt“- Nachsorge, und weil das nicht soo selbstverständlich ist, sieht das Programm ein wenig enger aus als heute, mit Lungenfunktionstest, Echo, EKG, CT, usw. Kanns jetzt schon kaum erwarten. Aber eine wirklich positive Nachricht gibt es: Ich darf nun Adieu zu meinem Port sagen und so muss ich mir dann langsam Gedanken machen, ob mein treuester Chemo- Freund das auch tut.

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