Foundation Jumping – für Caro

Foundation Jumping – für Caro

So, doch nicht ganz letzte Woche noch, aber dafür Montag spät spät Abend. Immerhin. Also, ganz allgemein:

Bei diesem Training geht es darum, dass der Hund lernt, gezielt zu springen. Er soll Sprünge „lesen“ und einschätzen können, und das soll geschehen, indem er lernt, seinen Landepunkt + den Punkt, von dem er wieder abhebt richtig zu setzen. Auf dem Video sieht man das Ergebnis von 4 DVDs, auch wenn es eher unspektakulär aussieht. Bei Lane hat das mal mehr mal weniger regelmäßige Training circa ein halbes Jahr gedauert. Ich bin mittlerweile sehr zufrieden, allerdings sieht man auch auf dem Video ganz gut, dass sie nach wie vor 1-2 Versuche braucht, um sich etwas zurecht zu finden. Für das Video heute war es gut 🙂 weil sie uns ziemlich deutlich macht, was wir wollen, und was wir nicht wollen. Aufgebaut wird das ganze erstmal mit 2 Hürden, dann wird sich gesteigert usw. Wie gesagt, es gibt nicht umsonst 4 DVDs nur für den Aufbau! (Ich denke auch, dass das Verletzungsrisiko extrem hoch ist, wenn man direkt mit 5 Hürden anfängt, (abgesehen davon, dass der Trainingserfolg als solcher dann auch eher fragwürdig ist) zumal man ja tendenziell ein solches Training mit Hunden macht, die sowieso schon Probleme beim Springen haben- also bitte, bitte LANGSAM aufbauen!) Die eigentlichen Sprünge, die um die es hier geht, sind die blauen. Diese liegen auf der Sprunghöhe, die Lane normalerweise springen muss. Die gelben und roten Hürden liegen tiefer, in Lanes Fall auf small, und sie dienen nur zu Hilfe um die richtigen „Punkte“ zu setzen. Sie sind im Prinzip nur „Wegweiser“. Der Hund soll so abgesetzt werden, dass er keinen Anlauf nimmt und direkt abheben kann, und die Belohnung wird ebenfalls so platziert, dass der Hund nach dem Springen nicht mehr weit rennt (Lane rennt zwar immer erstmal eine Runde sich selbst feiern, aber das ist erlaubt). Es ist wichtig, dass die Belohnung fokussiert werden kann + der Hund quasi direkt an der Belohnung landet. Der Hundeführer läuft NIE mit (dafür gibt es 10000 weitere DVDS 😉 ).  Der Hund darf gesendet werden, oder abgerufen. Das ist dem Hundeführer überlassen. Bei Lane ist das Senden besser, da sie beim Abrufen bislang immer noch zu viel Zug nach vorne hat und dadurch ihre Punkte nicht mehr so schön setzt. Als Übung sicherlich gut- schließlich soll der Hund ja in allen Situationen gut springen, fürs Video jetzt aber eher kontraproduktiv. Ich bevorzuge es immer relativ seitlich zu stehen, weil man dann logischerweise die Lande- und Abhebe- Punkte am besten beurteilen kann. Der Abstand zwischen den Hürden variiert nach Größe des Hundes. Bei Lane ist ein Abstand der die Länge einer Stange hat, ungefähr, ganz gut.

Zur Analyse:
Erstmal Hund natürlich warm machen, bewegen und auf die Belohnung fokussieren. Je nach Hund sicherlich unterschiedlich intensiv / aufwendig.
Bei Versuch 1 gefällt mir die letzte Landung nicht. Im Slowmotion sieht man, dass sie sich schon arg zurücknehmen muss an der 5. Hürde (= 3. „Wegweiser“) um da nicht reinzuspringen. Schlecht.
Bei Versuch 2 landet sie besser, aber sie tickt die blauen Sprünge beide an. Ich höre das 😀 !!! Gut gesetzte Punkte, aber Ziel ist ja, dass der Hund unter anderem keine Stangen reißt. Berühren ist also auch ein NO-GO!
Bei Versuch 3 freue ich mich eigentlich ein bisschen  zu früh, wie ich im Slowmotion dann feststelle, eigentlich etwas grenzwertig an Hürde 5, aber besser als bei Versuch 1 von daher ok. Irgendwann muss das arme motivationslose Tier schließlich auch belohnt werden… 😉
Bei Versuch 4 eigentlich ähnlich wie 3. Kann man durchgehen lassen, wer noch kleinkarierter ist als ich, sollte es eventuell nicht tun.
Bei Versuch 5 habe ich absolut nichts auszusetzen. Sauber, flüssig und perfekt gesetzte Punkte. An der gesamten Bewegung lässt sich sehen, dass ALLE Punkte gut gesetzt waren, weil sie an KEINER Stelle abgehakt war. Sehr, sehr gut 🙂 Und wenn das nicht reicht, oder es etwas unglücklich gefilmt ist (vielleicht wäre eine noch direktere Seitenansicht besser?) kann ich gerne nochmal ein 2. Video machen oder ihr kauft euch die DVD. Was in Deutschland wie gesagt leider nicht so easy ist…

4 thoughts on “Foundation Jumping – für Caro

  1. Wow! Danke, für den ausführlichen Post 🙂 ich hab mal einen sprungtraining Workshop gemacht und da haben wir direkt 5 Sprünge gemacht. Hook hatte aber auch keine Probleme beim springen.

    Wenn ich ihn nach seiner Verletzung wieder aufbaue, möchte ich natürlich besonders vorsichtig vorgehen. Von daher: sehr guter Hinweis 🙂 ich hätte vermutlich mit mehr gestartet. Meinst du bei einem large Hund macht es in der Situation Sinn auch erstmal mit einem niedrigeren blauen Sprung zu starten? Ich glaub ich brauch die DVD;)

    1. also, ich denke, ob man direkt mit 5 oder weniger anfängt, hängt sicher auch vom jeweiligen hund ab, bzw. das verletzungsrisiko hängt davon ab. ich bin mir sicher, wenn ich meinen sheltie direkt in diese situation gebracht hätte, wäre er sehr gestresst gewesen, weil das ja schon eine relativ extreme situation ist. mit lane habe ich mal ein eigenes sprungtraining versucht – so frei nach dem motto: ich probiere mal was aus – und es war katastrophal. zum glück war es das (und zum glück ist nichts passiert!) denn anschließend habe ich mich richtig intensiv mit dem thema auseinander gesetzt (das tut man ja in der regel nur, wenn man erstmal ein problem hat 😉 ). lane ist es einfach egal, ob was fällt oder nicht, manchmal leider sogar auch, ob sie sich wehtut oder nicht, hauptsache irgendwie so schnell wie möglich ans ziel. aber ein hund der von sich aus schon eher vorsichtiger ist, aber nicht ängstlich, so wie mein sheltie, der mag sicherlich weniger probleme haben. trotzdem finde ich es immer besser, wenn man mit weniger anfängt, zumal der hund dann auch erstmal über eine kleinere distanz lernt, sich nach vorne zu fokussieren. hier hast du ein weiteres video dazu, eins von den ersten trainingseinheiten.

      http://www.youtube.com/watch?v=RjyKK6fxnlM

      am ende ein bisschen ins lächerliche gezogen, wegen lane, weil sie sich EWIG angestellt hat, mit dieser aufgabe. es hat wirklich lange gedauert bis sie so geschmeidig gesprungen ist auf 2 hürden. beim sheltie habe ich 2 mal den ersten sprung hochgelegt, nur um auszuprobieren und es wird sehr deutlich, dass das scheiße ist für eine solche arbeit. du merkst halt, dass die niedrigeren hürden vorher einen SINN machen und dem hund wirklich helfen, gezieltere punkte zu setzen. sind die stangen zu hoch, landet der hund schon unschöner + hebt dadurch unschöner ab. und wenn er nie lernt, von anfang an, auf 2 hürden gut zu landen, zieht es sich sicherlich auf 5 irgendwann durch, ist ja klar:
      scheiß landung = scheiß absrpung. scheiß absprung = scheiß landung. usw usw usw.

      wenn ich direkt mit 5 angefangen hätte, wären meine hunde auch nie nach vorne gelaufen, fokussiert, maximal verhalten. aber das musst du für dich selbst entscheiden. was hatte hook denn? Wieso war er verletzt? und wie weit war er vorher schon im agility? vielleicht weißt du, dass ich ein relativ aktiver blogger bin, aber weniger aktiver blog- leser … :/ ich schäme mich! ich arbeite daran!

  2. Ja,das sieht man deutlich auf dem Video.

    Hook wurde wegen einem außenmeniskus Riss operiert. Generell ist er im agi komplett aufgebaut und wir starten in der A2. Mit seinem sprungverhalten war ich immer sehr zufrieden. Ich sehe das sprungtraining in der Form als einen guten Wiedereinstieg in ein paar Monaten. Auch um noch mehr Muskulatur aufzubauen, die wieder halt gibt. Derzeit bin ich erstmal bei cavaletti Arbeit und unterwasserlaufband.

    Erstmal warte ich aber noch ab 🙂

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