Der April

Der April

Der März war wahrlich nicht mein Monat, so bin ich heilfroh ohne größere Schäden doch noch im April angekommen zu sein 🙂 Zurück aus der Schweiz hatte mich ganz, ganz schnell der Alltag wieder, vielleicht sogar schneller und schlimmer denn je. Die Schweiz war einfach nur grandios und ich glaube, dass ich den besten Aufenthalt überhaupt hatte. Dabei war es schon der dritte, meine ich. Die ehrenvolle Aufgabe, auf einen Wurf winziger Cairn Terrier Welpen aufzupassen, teilte ich mir mit einer Person, die ich vor Ort erst kennegelernt habe; mit Diana. Diana und ich hatten echt eine geile Zeit, kann man nicht anders sagen. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge, hatten viele Gemeinsamkeiten, tolle Gespräche, lustige Abende, „interessantes“ Essen mit selbstgemachten Salatsoßen aus Senf und Mayo und und und. Noch 2-3 Ausflüge mehr und ich verstehe fließend schweizerdeutsch 😀 Von Sprechen kann noch lange nicht die Rede sein, auch wenn ich ein paar vereinzelte Wörter aufgeschnappt habe 🙂 Ich weiß nicht mehr genau, wie viele tolle Hunde und Menschen ich kennengelernt habe. Ich denke, das müsste ich mal in Ruhe nachzählen und würde dann sicherlich trotzdem noch was vergessen. Ich liebe die Fotografie dafür, dass sie mir so viele Türen öffnet und mir die Möglichkeit gibt, so viele Menschen und Tiere und Orte kennezulernen und Geschichten zu hören! Einen ausführlicheren Bericht über die Schweiz wird es noch auf der Foto- Website geben. Ich möchte mich an dieser Stelle nur schonmal vorab ganz kurz bei Brigitte Erni und Iwan Meng bedanken, bei denen ich IMMER herzlich willkommen bin, die mir ein ganzes Zimmer mit eigenem Bad und allem Pipapo, Internetzugang, Essen, Trinken und natürlich ausreichend Platz für meine Hunde zur Verfügung stellen. Dieses Mal konnte ich nicht mal widerstehen und habe ein paar Hürden für Lane mitgebracht, somit sind wir auch in den absoluten Genuss vom Garten gekommen, wo wir die Möglichkeit hatten (nicht aber die Zeit!), täglich zu trainieren. VIELEN DANK dafür. Ich fühle mich immer sehr, sehr wohl bei euch. Auch bedanken möchte ich mich vorab bei Petra und Roland Schluchter, wo wir ebenfalls eine Nacht verbracht haben, auf der gemütlichen „Couch“ im Wohnzimmer 😉 20140308_012004Es war soooooo toll zu sehen, wie große Familien mit 5 Hunden und 2,5 Kindern funktionieren, wenn Menschen sich lieben und zusammen im Team arbeiten. Man könnte schon fast sagen, dass ich dieses Mal reizüberflutet war, total überwältig von all den Ereignissen und Eindrücken. Es hat ein wenig gedauert, bis ich mich wieder sortiert habe und obwohl ich am Sonntag schon da war und es auch nur eine Woche gedauert hat, bis mein Auto ausgepackt war und meine Wäsche wieder gewaschen, habe ich natürlich so schnell wie möglich versucht, mein „normales“ Leben in Deutschland weiterzuleben. Am Montag schon  hatte ich die ersten Termine in Deutschland, am Dienstag die zweiten, am Mittwoch die dritten und so weiter. Manchmal wäre es toll, man könnte sich zweiteilen 🙂 oder dreiteilen 😀 Jedenfalls, zum Thema nicht auf einer Höhe sein und normales Leben weiterleben: Lane und die niemals endende Geschichte unserer Zusammenstöße und Unfälle. An Tag 2 in Deutschland hatten wir also wieder Training im HSZ, ich denke schon, dass ich behaupten kann dass wir beide gut aufgewärmt waren usw. Da knallt die verrückte Kuh aus dem Tunnel, noch schneller als sonst, ich versuche mich also demenstprechend auch schneller zu bewegen und schon war der Fuß weg. Eigentlich konnte sie in dem Moment nichts dafür, echt nicht, aber ja, kleines Dejavu. Es ging wieder in die Notfallstation der Barbara – Klinik wie im Dezember 2011, als ich mit Lane auf dem Arm von einer Treppe gefallen bin und mir dabei das Steißbein gebrochen habe, es wurde wieder geröngt, die Leute kennen mich schon beim Namen, mein Röntgen- Pass ist nun definitiv voll und tja, der Fuß Gott sei Dank noch dran. Festgestellt wurde eine Hyperlaxität der Fußgelenke und ich freue mich riesig, dass es weitere Punkte gibt auf der Liste der Dinge, die ganz von alleine an meinem Körper einfach kaputt sind 🙂 Füße generell sind ja auch ein wenig überbewertet, tz, wer braucht die schon? laneMeine wunderbaren Salomon Speedcross 3 hatten jetzt 2 Optionen:
a) wegschmeißen
b) für viel Geld umbauen
Ich habe mich für b) entschieden, weil ich keine Lust habe auf die Suche nach neuen Schuhen zu gehen, was zwangsläufig auch wieder mit neuen Ausgaben verbunden wäre, weswegen es auch wirklich keine Rolle spielt wohin ich das Geld stecke. Jetzt weiß ich wenigstens, dass der Schuh 100% auf mich abgestimmt ist. Kommendes Wochenende laufen wir unser erstes Turnier, auch wenn der Fuß noch immer nicht tiptop ist. Egal. Vielleicht fällt mir bis dahin auch ein Arm ganz von alleine ab, oder beide? Und ich muss erst mein Auto umbauen, um mit meinen Zähnen lenken zu können? Wer weiß, wer weiß 😀 Mein Auto steht übrigens auch noch. Zum Glück, denn in der selben Woche gab es noch ein anderes, klitzekleines Ereignis von kaum einer Bedeutung: Ich stehe auf der geradeaus- Spur in der Stadt, gucke aber, verloren in meinen wirren Gedanken nach rechts, wo die Leute auf einmal grünes Licht bekommen. Grünes Licht bedeutet erster Gang + Gas. Jap. Hat auch meinen Vordermann gefreut. War übrigens einer der nettesten Türken, denen ich je begegnet bin! Sehr verständnisvoll für meine Aussage: Ähm, sorry, ich habe einfach nach rechts geguckt und da wurde es grün und dann bin ich auf meiner geradeaus- Spur einfach in ihren Hintern gefahren. Jap, jap, jap. Mir fällt nicht mehr viel dazu ein, außer, dass ich überzeugt davon bin, dass uns im Leben nicht mehr zugemutet wird, als wir ertragen können. Das war mein März.

Für April stehen wie gesagt jetzt endlich wieder Turniere an, und wenn es sich einrichten lässt, auch schon wieder Schweiz. Ich hoffe, mein Fuß macht mit. Ansonsten gab es viele kleine Änderungen in meiner Wohnung, bzw. in der Wohnung meiner Hunde. Manchmal frage ich mich echt, wer hier von uns allen eigentlich lebt. Zum Glück habe ich wieder einen Fernseher im Schlafzimmer, denn das Wohnzimmer ist gelegentlich nicht mehr bewohnbar. Ich weiß, dass ich streng bin mit meinen Hunden und auch relativ hohe Ansprüche an sie haben und sie viel mitmachen mit meinem Gereise und so weiter. Im Gegenzug biete ich ihnen gleichzeitig auch viele Freiheiten, viel Raum und viel Platz. Wenn ich aber nach Hause komme vom Joggen mit Lane und Joulean, und Kira liegt auf dem Wohnzimmertisch, neben den Resten meines Frühstücks (sie weiß immerhin, dass man die nicht anrühren darf) und chillt gemütlich vor sich hin, weil dort das einzige sonnige Fleckchen gerade im Wohnzimmer ist… dann muss ich mich ernsthaft fragen, ob ich nicht ein paar kleine Regeln wieder einführen sollte. Aber hey, was steht der dumme Tisch auch im einzigen sonnigen Fleckchen im Wohnzimmer im Weg? Es war ehrlich gesagt ein herrlicher Anblick, insbesondere weil Kira nur 2 Mal mit dem Schwanz gewedelt hat, kurz rübergeschielt hat, „Hi“, und weitergechillt hat. Ich musste mich selbst dazu auffordern, sie wirklich vom Tisch runterzuholen, ging es ihr da oben doch ganz gut. Praktischerweise ist er nicht viel höher als die Couch, weswegen man nicht mal eine Brücke bauen muss, um auf dem Tisch zu schlafen. Apropos schlafen. Ich glaube, ich habe schon mal erwähnt, dass wenn es mit der Fotografie einfacher wäre, ich mich glaube ich in der Spezialisierung auf Hunde am liebsten auf schlafende Hunde weiterspezialisieren würde 😀 Ehrlich, ich könnte den ganzen Tag mit meinem Handy in der Hand durch meine Wohnung laufen und schlafende Hunde fotografieren 😀 Hier gibt es immerhin zum Glück auch eine Menge davon. Ein paar Beispiele:

Damit ich ruhigen Gewissens sagen kann, dass meine Hunde SELBSTVERSTÄNDLICH im Bett schlafen dürfen, habe ich nun ein zweites Bett gekauft. Dieses steht auch im Schlazimmer, neben meinem Bett. In erster Linie hat Kira also das Privileg „im Bett“ zu schlafen.
20140326_04591220140329_08051420140326_050052Ein heißbegehrtes Plätzchen ist aber auch mein neuer Stuhl aus der Schweiz, der, gepolstert mit einer schönen Bettdecke ein ideals Nest bietet für ebenfalls anspruchsvolle, kleine, alte Hunde. Da der Stuhl ja flexibel ist, kann man ihn Gott sei Dank auch in Richtung Sonne drehen, wo es sich hoffentlich in Zukunft erübrigt, auf Wohnzimmertischen zu schlafen! -.-
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Lane ist damit unangefochtene Königin der Couch und das lässt sie auch wirklich ganz offensichtlich raushängen. Aber sie hat gerade ihre Tage, von daher sollten wir ein wenig nachsichtig sein!20140331_115923

Jou nimmt wie immer was sie kriegen kann. Neuerdings bevorzugt sie auch die sonnigen Plätzchen, was mich sehr überrascht, war ihr der Schatten eigentlich immer lieber. Von Brigitte habe ich in der Schweiz eine alte Trainingsmatte geschenkt bekommen, damit ich beim Fotografieren nicht immer auf dem Boden liegen muss. Diese benutze ich nun auch im Wohnzimmer beim Clickern, weil die Hunde auf Laminat, je nachdem was man so trainiert, doch ganz gerne mal rutschen. Komme ich nicht dazu, diese wegzuräumen, hat es fatale Folgen. Keine Couch, kein tolles, eigenes Holzbett, kein Stuhl mit Bettdecke drauf oder gar kein Wohnzimmertisch können mit dieser blöden alten Matte mithalten. Sie wird sofort in Beschlag genommen, primär von Joulean, und wenn nur der Kopf draufliegt. Und da soll es einer von den Terriern wagen, auch nur in ihre Nähe zu kommen. Da zeigt der flauschige Hund schon ordentlich die Zähne.
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voliere

Herzallerliebst hier, wie in der Irrenanstalt. Und damit die Ratten sich nicht anfangen zu beschweren haben sie nun auch ein NEUES Zuhause bekommen. Eine Voliere sollte es werden, nicht unbedingt ein Käfig, der den einzigen noch freien Platz in meinem Wohnzimmer belegt, den die Hunde noch nicht in Beschlag genommen haben, aber naja. Wenn ich nach 2 Monaten intensiver Suche im Umkreis von 100 km NICHTS finde und dann von heute auf morgen etwas auftaucht, dass 350 Meter von meiner Haustür weg ist, zum Schnäppchen- Preis, mit 2 riesengroßen Laufrädern, einem Dach, einer Wanne für Sand, einer ungeöffneten Tüte mit Sand und 3.5 kg neues Nagerfutter und Näpfen und Etagen und Ästen und und und auftaucht, hey, da kann ich nicht argumentieren mit: „brauche ich eigentlich nicht“ oder „habe ich eigentlich keinen Platz für“. Abgesehen von ein paar Käfern hat noch keiner den Balkon besiedelt. Vielleicht wäre da noch ein Plätzchen für mich frei?

8 thoughts on “Der April

  1. Man, was muss man da wieder von dir lesen? Am Besten läufst du in Zukunft mit einer Football-Ausrüstung zum Schutz. 😀 Aber ich muss jetzt mal ein bißchen meckern. Wo ist das Foto von der Kira auf dem Tisch? 😛

    1. Hi Mariana,
      das Bett von Kira habe ich bei Facebook in einer Gruppe für Tierzubehör oder Tiertrödel gefunden. Habe die Frau angeschrieben, Bett war noch da, am nächsten Tag abgeholt. Easy Peasy 🙂

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