Neue Woche- neuer Wahnsinn

Neue Woche- neuer Wahnsinn

Wahrscheinlich wird es an der Zeit, sich ernsthafte Gedanken zu machen, ob der Name „dogs-in-action“ noch ausreichend genug ist für diesen Blog hier, oder ob man ihn nicht umbennen sollte in „i will survive“ oder „everything will be alright“. Manchmal, wenn ich meine eigenen Einträge nochmal lese und auf Vollständigkeit und Rechtschreibfehler überprüfe, frage ich mich, ob sich niemand fragt, ob das wirklich alles wahr sein kann. Ich persönlich frage mich das ja selbst. Und hey, ich war dabei! Zwei wundervolle Ereignisse, bevor ich noch ein paar schöne Dinge teilen möchte! Vorab möchte ich mich bei den vielen, lieben Nachrichten bedanken, die mich am Wochenende und zu Beginn dieser Woche erreicht haben! Wahnsinn, wie viele Leute diesen Blog lesen + wie klein die Welt mal wieder ist. Ich werde zum Wochenende systematisch alle Nachrichten bei Facebook, alle Emails, alle Shootinganfragen und nach Möglichkeit jedes Feedback beantworten! Versprochen! Trotzdem vielen Dank vorab für so viele liebe Nachrichten… Ich freue mich über jede einzelne, und es motiviert mich nur um so mehr weiter zu machen mit dem, was ich in Vergangenheit nicht nur einmal an den Nagel hängen wollte.
Okay. Nun zum Inhalt. Am Sonntag. Habe ich ganz vergessen zu erwähnen. Nachdem ich mit meinen Läufen in Coesfeld fertig war, musste ich mich zwangsläufig mit meinem Handy auseinandersetzen, einem Samsung Galaxy S3, dass ich vor einem Jahr circa neu gekauft habe. Es hat immer eine Schutzhülle getragen, um das Gehäuse und vorne auf dem Display brav einen Sticker, damit das Display nicht zerkrazt. Das aller aller erste Mal habe ich das Handy aus seiner Schutzhülle geholt und denke noch, boah, das sieht echt gut aus, dafür dass ich es schon so lange habe. Vielleicht, wenn ich 5.000 € auf der Straße finde, oder auf dem Rückweg auf der Autobahn dem Auto vor mir der Kofferraum aufgeht und sich darin eine Tasche öffnet, mit ganz vielen Geldscheinen, schnapp ich mir ein paar, kaufe mir ein neues Handy und verkaufe mein altes, mein altes, das aussieht wie neu. Ich musste es hinten öffnen, weil ich an die SIM Karte musste und es lag auf meinem Schoß, in dem Moment, als ich es so bewundert habe. Und anschließend, ich weiß gar nicht wie, wie durch Geisterhand (hahaha -.- ) verabschiedete es sich auf den Boden. Auf den Steinboden. Und lag dort. Regungslos. Mit dem Kopf nach unten. Oh oh. Ich dachte mir, hey, es ist bestimmt nichts passiert. Nur ein Kratzer. Aber dann kam diese Stimme von innen und erinnerte mich daran, wer ich bin, und mit welchem Glück ich gesegnet bin. Es führte kein Weg dran vorbei. Ich musste es aufheben. Und natürlich feststellen, dass mein Display geplatzt ist. Das kommt davon, wenn man daran denkt, auf der Autobahn fremde Geldscheine zu sammeln. Gott straft nie die Falschen. Zur Ergänzung möchte ich den gestrigen Tag erwähnen. Dienstag. BZW Dienstagmorgen. Der Tag, an dem Lane und ich im Hundesportzentrum bei Daniel trainieren. Um 10 Uhr beginnt unsere Stunde. Um 6 Uhr stehe ich auf, damit ich mir was ordentliches zu essen machen kann, das Zeug auf meinem Kopf so zusammenkriege, dass sich niemand erschreckt, wenn er uns auf der Straße begegnet und natürlich noch 1 Stunde Fahrt. Ja. Das alles macht insgesamt keine 4 aus, schon klar, aber der Plan war, dass ich vorher noch KURZ in Krefeld anhalte um die letzten Ratten für mein Rudel abzuholen. Zum Thema Ratten wird es morgen oder so nochmal einen ausführlich Bericht geben (wie zu tausend andern Dingen auch noch – meine Tage sind zu kurz!). Jedenfalls fing alles damit an, dass ich meine EC Karte nicht finden konnte, noch genau 17€ Bargeld hatte und mein Tank circa für 200 km gereicht hat, womit ich nicht hingekommen wäre. Plan A, wie immer, der einzige Mensch der WIRKLICH IMMER(!!!) für mich da ist: Meine Mama. Tja, meine Mama war arbeiten zu der Zeit, also bin ich, wie ein Räuber in ihr Haus eingedrungen (mit meinem Schlüssel, den ich noch habe 😀 ) auf der Suche nach Barem. Nichts. Hat mich circa schon eine halbe Stunde gekostet. Egal, auf nach Krefeld, vielleicht kann man mit der Frau reden. Stau. Circa 45 Minuten. Mein Navi zeigte an, dass ich um 9.26 in Krefeld bin. Eigentlich wollte ich um 8 da sein… Ähm ja. Es gab die Möglichkeit, umzukehren, und die Ratten nächste Woche abzuholen. Aber im Prinzip waren es nur noch 20 Minuten bis nach Krefeld. Was konnte da schon schief gehen? Ich musste mich dann, später noch, tiefer und tiefer im Stau ebenfalls fragen, wie weit es eigentlich von Krefeld nach Wülfrath genau ist. Ich wusste nur, dass es die grobe RICHTUNG ist, aber ich bin offenbar nie auf die Idee gekommen, die Entfernung wirklich zu checken. Grandiose Leistung, Daria. Egal. Ich fahre weiter. Es konnte ja wie gesagt kaum noch was schiefgehen. Noch 9 Minuten bis zum Ankunftsort. Dann habe ich mein Ziel erreicht. In wenigen Metern die Ausfahrt. Die gesperrte Ausfahrt. Nicht. Dein. Ernst. -.- Das Ei, welches ich legen wollte, war bereits gelegt und obwohl ich wusste, dass ich ganz ganz sicher schon zum Training mit Lane zu spät komme, klammerte ich mich weiter an mein Ziel. In solchen Momenten muss man sich ernsthafte Gedanken darüber machen, ob es manchmal nicht besser ist, Dinge einfach zu lassen, weil sie nicht sein SOLLEN. Aber wenn es ein Ranking gebe, für die blindeste Person, die diese „Zeichen“ am besten ignorieren und ausblenden kann, oh, ich kenne jemanden, der dieses Ranking mit Abstand führen würde… Weiter also. Einfach weiter. Tatsächlich bin ich angekommen und tatsächlich haben 2 wundervolle (!!!) Ratten auf mich gewartet. Ich war hin und weg, direkt, und sehr traurig, dass ich keine Zeit mehr hatte, mich großartig mit der Züchterin noch zu unterhalten oder ähnliches. So schade. Mein Navi noch mit nach oben mitgenommen, Wülfrath schon mal eingegeben. Ankunft 10:26. SCHÖN! Das lohnt sich ja dann doch noch 😀 Oh man. Vor Ort ging mit dem nicht vorhandenen Geld alles klar 😀 Hammer, wirklich. Und… wie der Zufall (ahaha- ich meine Schicksal) es wollte, haben wir noch ein ultimativ bezauberndes 3. Mädchen mitgenommen. Sowas süßes habe ich bei einer Ratte echt noch niiiiiie gesehen. Werde sie alle wie gesagt diese Woche noch vorstellen, denn die eine Dame braucht nämlich auch noch einen Namen. Mit Futter, Mehlwürmern, 1 Ratte mehr als geplant, Hängematte und Navi wieder schnell zum Auto geflitzt und gehofft, dass es NICHT über die Autobahn geht. Nö, ging es auch noch. Aber durch diverse andere Baustellen wo mir bei einer, als ich unter einem Baum stand, irgendwas auf meine Heckscheibe knallte, mit einer Wucht… dass ich beinahe in den nächsten Baum gefahren wäre vor Schreck. Ich habe mich gar nicht getraut in den Rückspiegel zu gucken und meine einzige Frage war, wie ich eigentlich versichert bin, denn die letzten 2 Male, als ich eingeschlagene Autoscheiben hatte, hat meine Versicherung das definitiv nicht übernommen. Soviel war klar. Das fehlte auch noch. Glas am Handy kaputt, Glas am Auto kaputt. Egal. Hauptsache noch 20 Minuten Lane trainieren. Training ist wichtig! Ich komme im HSZ an. Puuuuuuh. Und dann wusste ich schon wieder, wieso ich so gerne da bin. So viele tolle Leute, ich konnte sofort runterfahren, habe mir keine Gedanken mehr gemacht, über Dinge, die sein sollen, die nicht sein sollen, die kaputt sind oder die noch funktionieren. Einfach loslassen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Die letzte halbe Stunde durfte ich mitmachen, und weil ich, ICH, ja iiiicccch!!!! Glück hatte, und Daniel meeeeeeeega nett war, durfte ich die erste halbe Stunde, die mir fehlte, in der nächsten Stunde, der Gruppe danach, wo 2 Hunde fehlten an dem Tag, nachholen. Boah wie nett! Vielen Dank. Das war super lieb. Ich habe mich mega gefreut. Und somit war alles wieder halb so schlimm, die Heckscheibe ist noch dran und wir hatten ein soooo lustiges Training, wie noch nie. Lane war mal wieder außer Rand und Band und ich habe versucht, sie so zu führen, wie ich glaube, dass es für sie eventuell richtig ist, bzw richtiger. Das erste Mal, dass ich ausprobiert habe, sie durch übertrieben Ansprache und Körpersprache zu führen. Und- es klappte alles auf Anhieb in der Ideallinie und dem kürzesten Weg. Daniels Kommentar: „Ja, ich dachte auch schon daran, dass man sie wie eine geistig Behinderte führen muss.“ Genau so kam es mir auch vor 😀 genau deshalb habe ich es nie gemacht, aber offenbar ist es das, was Lane noch fehlt 😀 Auf einmal war alles so einfach mit ihr, es lief wie am Schnürchen und wir konnten alle Aufgaben lösen. Als wir den Parcours verließen, kam ein heftiger Schauer runter und prasselte nur so aufs Dach vom HSZ. Daniel und ich waren uns einig: Das ist Gott, Gott, der mich endlich belohnt, für all die Mühe und den Aufwand den ich betreibe, er lässt kleine, kompakte Gehirne regnen, die endlich den Hohlraum in Lanes Kopf füllen. Wir waren begeistert! Nachdem wir monatelang dachten, sie wäre erziehungsresistent…. Hat sie innerhalb von 1 Stunde gezeigt, dass sie nicht nur schnell (weg) rennen kann, sondern auch schnell lernen. Ein herrlicher Tag, ja schon nahezu ein Durchbruch. Auf dem Rückweg gab es ausnahmsweise keinerlei Komplikationen mehr, keine Probleme, keinen Stau. Halleluja. Ich konnte es kaum erwarten, meine Mädchen zu Hause auszupacken. Oh mein Gott. Sie sind so bezaubernd. Die wundervollsten Ratten, die ich je hatte. Ganz ohne zu übertreiben. Das Zusammensetzen hat wunderbar geklappt, und weil sie rotzfrech sind und direkt zur Hand kommen, und keine Angst haben, und man eher aufpassen muss, dass sie nicht aus dem Käfig heraus verschwinden, anstatt in ihrem Häuschen, wenn ich mich näher… Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, konnte ich nicht widerstehen: Das erste Gruppenfoto vom Sixpack <3 sixpackGanz große Liebe mit diesen kleinen Viechern. Jeder sollte Ratten haben. Ratten sind sooooooooo toll. <3 Somit wurde ein Tag, der wirklich katastrophal anfing, ein wirklich richtig schöner Tag, mit wundervollen Momenten und Ereignissen, netten Menschen und ja, den besten Ratten der Welt – habe ich das schon erwähnt? Ich denke, es ist wichtig, dass man auf ein paar Dinge in seinem Leben achtet. Zumindest habe ich ein paar Dinge für mich gefunden, die mir das Leben, das oft ganz von alleine schwer genug ist, so viel leichter machen. Ein paar dieser Dinge möchte ich hier gerne aufzählen, auch wenn einige sicherlich schon einiges davon gehört haben, dies sind die Dinge, an die ich mich versuche zu halten und täglich zu erinnern:

  • Umgebe dich mit Dingen und Menschen, die dir nicht schaden und dich glücklich machen. Trenne dich von allem, was dir schadet und dir nicht gut tut – egal ob du verlobt bist oder nicht.
  • Schaffe dir Zeit und Freiraum für das, was dir wichtig ist. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich.
  • Investiere das Maximum deiner Kraft und Zeit in Dinge, die dir wichtig sein. Die Wichtigkeit der Dinge definiert natürlich jeder selbst für sich, was den nächsten Punkt beinhaltet:
  • Setze deine Prioritäten richtig!
  • Nimm dir ausreichend Zeit für Freunde und Familie und sei für diejenigen da, die dich brauchen. Denn auch du kannst an dem Punkt ankommen, wo du einen Freund brauchst. Was alle Neider und Hater angeht: Einfach lächeln. Mord ist eine schwerwiegende Straftat. Man kann nicht alle töten, aber vielleicht so irritieren, dass sie vor einen Bus laufen.
  • Versuche, Dinge, die du ändern kannst, zu ändern. Falls du dein Leben mit Terriern teiltst: Versuche vielleicht lieber den nächsten Punkt.
  • Akzeptiere die Dinge, die du nicht ändern kannst, auch wenn es ein Sheltie ist, der mit seinem langen Haar aus jeder Pfütze trinkt, obwohl es du zu Hause sogar FLIEßENDES Wasser hast.
  • Und wenn der Hund, der dich seit deinem 14. Lebensjahr begleitet, deinen Scheiß Wohnzimmertisch zu seinem neuen Lieblingsschlafplatz auserkört, dann lass den Hund, der dich seit deinem 14. Lebensjahr begleitet einfach auf deinem Scheiß Wohnzimmertisch liegen. Für Nina. kiratisch

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