Ganz normal ist das nicht

Ganz normal ist das nicht

Ne. Das stimmt. Es ist 20.30. Ich bin gerade zur Tür herein gekommen und habe das Haus um 6.30 verlassen. Halleluja. Wer hätte gedacht, dass Mönchengladbach 140 (!!!) km entfernt ist? Ich sicherlich nicht 😉 Naja. Egal. Es hat sich wenigstens gelohnt. Nicht. Beide Läufe disqualifiziert 🙂 Aber. Ich werde heute nicht meckern! Ich habe ein sehr, sehr gutes Gefühl. Die Parcoure heute waren anspruchsvoll und das sage ich nicht nur so. Lane und ich sind an Kleinigkeiten gescheitert, teilweise schon an welchen, die ich voraussagen konnte, das zeigt mir doch, dass es Nachholbedarf im Training gibt und das finde ich super! Ich mag Herausforderungen (haha -.- ) und einfach, einfach kann schließlich jeder. Lane bringt so unglaublich viel mit, alles, jede Trainingsstunde die man in sie investiert, nein, eigentlich jegliche Art von Investition in sie, ist es wert. Vor allem aber Liebe. Lane gibt und gibt und gibt. Das ist unglaublich. Sie ist wahrlich nicht mein erster Hund, verglichen zu allen andern, die ich aber bisher hatte oder ausgebildet habe oder sonst was, ist sie wirklich ein Ausnahme- Exemplar. Bei Joulean muss man sich jedes Quäntchen Freude und Zuneigung erkämpfen, Kira findet das alles generell überbewertet, lebt eigentlich ihr eigenes Leben parallel zu unserem Universum und Lane strahlt den ganzen Tag aus dem Arsch wie ein Honigkuchenpferd. Ja. Das macht Spaß. Ihre Freude ist ansteckend. Wenn ich nun rückblickend an unsere Läufe dieses Wochenende denke bin ich unterm Strich sehr zufrieden, weil ich fühle, dass wir zueinander finden. Das gesamte Wochenende lag sie in allen Läufen am Start. Und sie lag so sehr, dass ich mich nochmal umgedreht habe zu ihr, nochmal zum Parcours, nochmal zu Lane, und dann erst gab es mein Zeichen. Brav!!! Im Moment arbeiten wir ganz ganz ganz ganz viel am Platz, aus allen möglichen Situationen, in allen möglichen Bewegungen, auf allen möglichen Untergründen, Orten etc. Und es zahlt sich aus! Alles was man in seine Hunde investiert zahlt sich eines Tages aus. Das ist das dankbare an diesen wundervollen Wesen. Zu Gute kam uns das besonders im heutigen Spiel, das nicht nur die Laune extrem gehoben hat, sondern auch super super super viel Spaß gemacht hat. In der Mitte des Parcours lag ein Plakat auf dem Tisch, daneben Fingermalfarben und Stifte. Jeder Teilnehmer sollte sich verewigen und den Namen seines Hundes draufschreiben 🙂 Ich betone mit Nachdruck auf den Hund zu achten, der DIREKT im Kommando liegt und sich nicht mal in meine Richtung korrigiert, nachdem ich mich nicht gerade schleichend von ihm entferne. Und er liegt, und liegt und liegt! Hammer!

Lane hat dieses hoch anspruchsvolle Spiel gewonnen mit einer Laufzeit von BEINAHE 6, m / sec. Es gab keinen anderen Hund der im Ansatz die 34 Sekunden von ihr erreicht hat, in keiner Klasse. Das ist toll. laneszeitenAber nicht deshalb freue ich mich so sehr. Ich freue mich so sehr, weil wir als Team unterwegs waren und es immer mehr von diesen Momenten gibt, wo ich WEIß, dass ich die Kontrolle über dieses wahnsinnige Tier habe. Ich steige langsam durch. Ich weiß, dass es noch einige Zeit dauern wird, dafür sind Terrier einfach zu hartnäckig. Aber mit viel Training und noch mehr Konsequenz werden wir irgendwann vollends als Team laufen. Und diesen Tag kann ich kaum erwarten. lanemudeEs ist manchmal nicht ganz nachzuvollziehen für mich, wie sie es zwischendurch so hinbekommt. Auf dem Weg zum Start konnte sie nicht mal über 15 cm Flatterband springen und hat wieder eine wilde Spur der Verwüstung hinterlassen 😀 kaputtIch würde gerne noch weiter berichten über all die wichtigen Dinge, die in meinem Leben passieren, auch mal gerne wieder über meine anderen Hunde (Kira ist so süß im Moment) aber ich stelle fest, dass ich meine Prioritäten zumindest für 1-2 Tage ein wenig ändern sollte, um zumindest den, ich nenne es nur noch „Zustand meiner Wohnung“ zu verbessern. Wenn ich mich nachts entlang der Wand tasten muss, um mir keinen Fuß zu brechen, und ich mit dem Gedanken spiele, ein Pfefferspray neben die Tür zu legen um die Leute, die mich ggf. überraschenderweise besuchen, erblinden zu lassen, sollte ich eventuell weniger Zeit auf dem Hundeplatz und im Fitness Studio und sonst irgendwo draußen unterwegs wo auch immer verbringen sondern doch noch ein wenig Zeit in oberflächliche Dinge investieren. Das mache ich aber erst morgen. Bis dahin muss ich mich auch noch ein wenig vorbereiten. Morgen ist der große Tag. Die 2- Jahre- danach- Untersuchung. Seit Tagen rast mein Herz. Ich habe wirklich Angst. Das erste Mal, dass es SOOO schlimm ist. Und kaum einer von den so wichtigen Menschen damals, ist mir geblieben. In diesem Leben kann mich nichts mehr überraschen. Ich habe heute beim Laufen das erste Mal das „Gewicht“ meiner Haare gefühlt. Meistens trage ich sie beim Sport komplett zusammen, heute hatte ich nur einen Zopf. Das sollte ich öfter machen. Ich habe schon ganz vergessen, wie es ist, wenn sich die Haare auf deinem Kopf bewegen. Es ist so schön 🙁 Ich möchte sie nicht wieder verlieren. Das wäre mein Untergang. Ich pflege sie so sehr, ich passe so gut auf sie auf, versuche jegliche Chemie zu vermeiden, nur Vitamine und Pflege Pflege Pflege. Noch einmal… Ich weiß nicht, was ich machen würde. Aber was soll man schon machen? Man hat nur eine andere Wahl. Nur eine Alternative. Und da muss man sich über Haare wohl auch keine Gedanken mehr machen… Ich hoffe, ich finde in der kommenden Woche ein wenig Zeit für diese Seite hier, es gibt nämlich wirklich EXTREM viel zu tun. Aber es ist die letzte Woche. Ab nächster wird es ruhiger, wenn wir dann aus Coburg zurück sind. Am Freitag geht es 400 km zum nächsten Turnier. 400 km… Da hätte ich auch in die Schweiz fahren können 😀 Ach, es wird schon wieder wirr hier. Ich muss los, Jack Bauer wartet.

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