Das Leben

Das Leben

Das Leben ist seit einiger Zeit ein großes Thema für mich. Viel mehr als jemals zuvor analysiere ich meine Tage, frage mich, ob ich sie sinnvoll nutze, teile mir meine Zeit wesentlich bewusster ein und lebe sie auch viel intensiver. Mein einziger Vorsatz für 2015 war: Weniger Sorgen machen. Meine Nachsorgeuntersuchung hätte eigentlich schon im Dezember sein sollen. Ich habe aber einfach mal einen Monat verlängert und erst im Januar angerufen. Ganz drum herum könnte man schon auch kommen, niemand zwingt einen schließlich, aber wissen will man es dann doch irgendwie. Also auf zum Marathon, wo ich doch lieber einen laufen würde. Begonnen mit der Sonographie interessiert mich die Beurteilung der einzelnen Organe nur unwesentlich. Wichtig ist immer und immer und immer wieder ein einziger Satz: IMG-20150115-WA0011Ist der Befund der Organe dann auch noch unauffällig, darf man sich eigenltlich nichts mehr auf dieser Welt wünschen. Beim Lungenfunktionstest gab es dieses Mal die Krankenschwester, die ihn mit mir durchgeführt hat, und einen Techniker, der das Computer- Programm checken wollte. Er war ein wenig irritiert von meinen Ergebnissen, hatte ich den Eindruck, und so wurden 3 Test wiederholt, einer davon sogar 3 Mal und es schien für einen kurzen Moment, als würde sich das Bewusstsein schon verabschieden, so dolle habe ich meine Lunge beansprucht. Irgendwann fragte er nur, ob ich Sportlerin bin. Ehrlich gesagt, wusste ich keine richtige Antwort auf diese Frage. Ich esse immer noch viel zu viele Süßigkeiten.  Aber dieses kleine Detail habe ich niemanden verraten. Naja, es ließ zumindest darauf schließen, dass die Lunge offenbar nicht ganz so schlecht funktioniert. Das Ergebnis vom Röntgen und Blut dauert immer am längsten, deswegen erst zum EKG und Echo. Da war auch alles gut und offenbar funktioniert das Herz auch noch einwandfrei… Manche Dinge sieht man eben nicht im Ultraschall. Unter anderem offenbar auch nicht, dass es manchmal immer noch rast. Ohne erhöhten Stoffwechsel im Körper. Ich frage mich schon lange, wieso das niemand feststellt. Endlich mal. Nö. Wenn man dann endlich eine ganze Zettelwirtschaft zusammen hat, darf man mit der ganzen Sammlung in die Ambulanz, sich einreihen, und in den nächsten 3 Stunden hoffen, dass man irgendwann dran kommt und mit einem Arzt reden kann. Zu meiner Freude war es die Ärztin, die mir damals die frohe Botschaft der Uniklinik Münster verkündete: Komplette metabolische Remission nach 2 Zyklen Beacopp esk. Sie konnte sich auch noch sehr gut an mich erinnern und ich mochte sie damals schon in ihrer Aprobationszeit so sehr für ihre Menschlichkeit und Kompetenz. Tja. Und so kam es natürlich, dass ausgerechnet sie mein Herz abhörte und kommentierte mit: „Wir sind heute aber ganz schön aufgeregt, was?“ JA! JA!!!! JAAAAA!!!! Endlich jemand der es auch feststellt. So, Frau Dr. Nein. Wir sind nicht sonderlich aufgeregt, nicht mehr zumindest, das wäre ein mir bereits bekannter, häufig auftretener Effekt. Sie schaut sich die Unterlagen an, Kurven, Werte, Ultraschallbilder was weiß ich denn. Mein Puls wäre auffällig niedrig und verglichen mit den Werten des LuFuTests würde das darauf schließen, dass mein Herz sich nun offenbar durch das Kraft- und Ausdauertraining „umgestellt“ hat und schneller schlägt als „früher“. Ich bin nun also offiziell eine Sportlerin. Na immerhin. Das Röntgenbild war auch sauber und die Blutwerte noch nicht da, aber bei den sonstigen Ergebnissen kann da nicht mehr viel kommen. So scheint es also, als dürfte ich erstmal noch bleiben. Und das ist ein so schöner Start in dieses Jahr.

Leider hatte Abby dieses Glück nicht. Nach einem Schlaganfall sind wir heute den letzten gemeinsamen Weg gegangen und ich habe sie gehen lassen. Ausgerechnet sie. Ich weiß, es ist nur eine kleine Ratte. Aber Abby war eine ganz besondere kleine Ratte, und wurde hier einfach zurück gelassen. Mit ihr ist heute auch ein großes Stück Erinnerung gestorben. Machs gut meine Süße. Nun bist du wieder bei Souki. soukiabby

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