1. + 2. WM- Quali

1. + 2. WM- Quali

Und schon sind sie vorbei, die ersten WM Qualis. Ich glaube, es gab seit langem kein Wochenende mehr, von dem ich mir einfach nur gewünscht habe, dass es endlich vorbei  ist. Selten habe ich den Sonntagabend so sehr herbeigesehnt. Aber der Reihe nach. Für das Wochenende war relativ spontan erst alles mehr oder weniger geregelt. Mittwochabend wurde aber nochmal alles über den Haufen gehauen, weil sich für den Samstag noch grundlegendes verändert hat, und ich somit verhindert war, vorläufig, überhaupt zu starten. Erst gegen 17 Uhr am Freitag, wo ich gerne schon in Biebesheim gewesen wäre, entschied sich, dass ich in wenigen Stunden doch in Biebesheim sein könnte. Eine Unterkunft hatte ich bis dahin nur eventuell. Egal. Nach einer kurzen Nacht ging es dann morgens los, Richtung Biebesheim und es war schon etwas chaotisch, weil ich Freitagabend in meinem dritten Zuhause übernachtet habe, und darauf gehofft habe, alles notwendige fürs Wochenende aus Zuhause 1 + 2 dabei gehabt zu haben. Fehlanzeige. Somit ging die große Suche nach Dingen, ohne die ich das Wochenende nicht überstanden hätte, am frühen Samstagmorgen in die 2. Runde. Furchtbar ätzend. Gegen 12 Uhr waren wir dann endlich vor Ort, und Large lief noch. Wir hatten also genug Zeit und somit habe ich die Gelegenheit erstmal genutzt, und Polly trimmen lassen. Leider hat die Zeit nicht gereicht für den ganzen Hund, und ich habe es am restlichen Wochenende vergessen, somit ist sie heute leider nur halb getrimmt. Auch egal. Okay, zu unseren Läufen. Lane war wider Erwarten konstant. Konstant schlecht, meine ich jetzt. So wie sie schon an den Start gegangen ist und beim Aufwärmen war, habe ich sie noch nie erlebt. Begonnen hat unser Lauf dann auch seit langem wieder mit einem Frühstarter und endete relativ früh in totaler Verwirrung weil sie trotz geradem Stegaufgang das Gleichgewicht auf dem Steg verloren hat, nachdem sie über die erste Planke war. Das hat mich, neben dem Frühstarter natürlich absolut aus dem Konzept gebracht. Nach diesem Lauf war ich schon etwas frustriert, weil Lane generell kein Hund ist, den man gut einschätzen kann, wo man schon wirklich alle Eventualitäten einkalkulieren muss, aber sowas? Das kann man nicht berechnen. Im zweiten Lauf habe ich wirklich alle Möglichkeiten eingeplant. Dachte ich zumindest. Direkt nach dem ersten Sprung, wirklich, nach dem ersten Sprung (wir sind also nicht mal bis zur 2 gekommen) hat Lane in meinen Rücken gekreuzt, ist nicht rechts wie ich erwartet habe, gelandet, sondern links in einen Tunnel gelaufen. Auch hier gab es keinen weiteren Hund, der auf diese Idee kam. Das war schon wirklich selten dämlich. Und wenn mein Trainer anschließend zu mir kommt, und mir sagt: „Was ein Asi“, weiß ich, dass nicht alle Fehler, die mit Lane geschehen, auf meine Kappe gehen. Lane ist und bleibt ein Ausnahmehund, im positiven wie im negativen, und der Grad zwischen genial und wahnsinnig ist bei ihr extrem schmal. Dieses Wochenende war sie wahnsinnig. Klare Sache. Gegen 22 Uhr kehrte erst etwas Ruhe ein, 2 Läufe für 300 Hunde ziehen sich eventuell doch ein wenig, und so habe ich entschlossen, spontan, einfach in meinem Auto zu schlafen. Lohnt sich ja auch nicht für 2 Stunden irgendwo 50 km zu fahren und noch eine Unterkunft zu zahlen, oder? Da wir vor wenigen Tagen erst einen Kühlschrank transportiert haben, hatte ich noch diverse Decken in meinem Auto und ja, ging schon irgendwie. Lane ausgepackt und schon hat man eine Heizung. Für den Sonntag habe ich nicht viel erwartet und das war auch gut so, denn an Hindernis 4 oder 5 waren wir wieder raus. Lane zieht nacht rechts in den Slalom, und obwohl ich sie in der Bindung halte, entscheidet sie sich im letzten Moment um und springt doch die Hürde geradeaus. Wirklich. Man sieht es sogar genau auf dem Video. Sie hat keinen Impuls nach vorne bekommen. Ein kleiner Schalter hat sich mal wieder einfach umgelegt. Tja, so sind die Qualis für uns so schlecht gelaufen, wie sie nicht hätten schlechter laufen können. Wieso weshalb warum ist mir ehrlich gesagt egal, ich merke zwar schon, dass sie, seitdem sie ausschließlich Pferde(muskel)fleisch zu essen bekommt, noch  mal ein Viertel mehr Power hat, aber ich bin kein Freund von so Gründen suchen und so. War einfach Pech. Als krönenden Abschluss habe ich dann auch noch mein Ladegerät im Wohnwagen meiner sonderbaren nennen wir sie mal „Freunden“ vergessen. Ich glaube die beiden erhoffen sich mit ihren „schau- mal- Daria“- Videos von einem großen, reichen Menschen entdeckt zu werden. Sie wussten genau, dass das Kabel dort lag, denn ich habe morgens noch mit ihnen gefrühstückt. Absolute Schikane.
Keine Gelegenheit wird ausgelassen, mich zu piesacken. Zum Glück hat Florian Silbereisen bereits am selben Abend ein neues Ladekabel für mich organisiert, ebenso wie ein rotes Zauberdöschen wo Ersatzstrom für den Notfall, dass man aus Versehen mal ein Ladekabel vergisst oder verliert, drin ist und ach. Ne. Das Wochenende war einfach blöd. Das süßeste was mir aber widerfahren ist, möchte ich doch  noch kurz berichten. Ein Anruf von Frau Stephanie Sandner. „Siehst du Daria, deswegen bin ich auch so froh, dass du dich für Polly entschieden hast.“ make-me-laugh

Polly hat bereits vor 2 Monaten ein totes Kaninchen halbiert und apportiert. Bzw. kurz präsentiert und anschließend apportiert. In der Schweiz waren es 2 Mäuse und am Sonntagmorgen hat sie mit einem Stück Darm, das sie auf dem Feld gefunden hat, angegeben. Mit Polly wird ganz, ganz sicher alles besser werden.

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