Zuhause

Zuhause

Ewig der vergangenen Woche entgegen gefiebert, ist sie nun auch schon vorbei. Der Morgen hat damit begonnen, dass eins unserer Autos nicht angesprungen ist (haha, es war nicht meins, das gerade ganze drei Mal dem TÜV vorgestellt werden musste) und ich Daniel und seine dicke Backe direkt zum Zahnarzt fahren durfte. Danach war ich mit Lane beim Tierarzt, weil sie sich eine Kralle so ekelhaft aufgerissen hat, dass das ganze Nagelbett offen lag und die obere „Schicht“ nur noch an einem seidenen, triefenden Faden hing. Ist nicht das erste Mal, aber dem Manchester die Krallen zu kürzen ist schwieriger, als Daniel diesen Zahn einfach zu ziehen. Egal. Arzt, Arzt, Arzt. Ich habe für mich also einfach beschlossen, doch nicht zum Arzt zu gehen, also mit mir selbst, und lasse die Dinge auf mich zukommen. Meine Mutter hat sich in meiner Abwesenheit bereits von meinem Arzt die Unterlagen zu meinem Befund geben lassen, obwohl ich das übertrieben fand, als wir darüber gesprochen haben, und hat mit dem Arzt, bei dem ich diese Woche eine Zweitmeinung einholen wollte, telefoniert. Dieser hat ihr auch versichert, dass das alles schon so seine Richtigkeit haben wird und mein Arzt wohl auch etwas fähig ist. Wie ich selbst gesagt habe. Ja, ja, unseren guten Mütter. Ich verzeihe meiner Mama, auch wenn sie mich damit nervt. Ich weiß, dass alle Mamas nur aus Fürsorge und Liebe handeln…
Nun gut, noch einmal soll das A*** – Wort aber heute nicht mehr fallen. Ehrlich gesagt habe ich mich schon sehr darauf gefreut, wieder nach Hause zu kommen. Erstmal habe ich die Hunde extrem vermisst, vielleicht, weil wir vor 3 Wochen ja gerade erst weg waren und irgendwie war Griechenland schön, auch nicht soooooo spektakulär. Abgesehen davon, dass wir 3 Mal bei jemanden waren, mit Daniels Zahn, der einen Beruf ausübt, der mit A anfängt, bzw Z wie Zahn, haben wir irgendwann schon angefangen, Wege zu meiden, damit uns herrenlose Hunde und Katzen nicht hinterher gelaufen sind, weil ich Angst hatte, sie würden überfahren werden, wenn sie uns folgen. Verkehrsregeln gibt es dort auch eigentlich nur eine: Es herrscht nämlich das Gesetz des Stärkeren/ Schnelleren. Wer sich zuerst traut, hat Vorfahrt. Das Auto, dass wir uns geliehen hatten, war auch nicht sonderlich vertrauenswürdig. Vorgestern wollten wir ans andere Ende der Küste, und das Navigationsgerät hat uns in eine sogenannte Straße geführt, in der ich dachte, wir kämen da nie wieder raus. Und ich weiß, dass ich das nicht als einziges Gedacht habe. Asphalt gab es nicht, Schlaglöcher dafür umso mehr. Bergauf kam der Wagen maximal im 2 Gang, mit Glück und Anlauf. Die Kontrollleuchte des Motors leuchtete bereits, als wir den Wagen abgeholt haben, aber laut Europcar lag das daran, dass in Griechenland niemand eine Möglichkeit hat, Fehlermeldungen wie diese zu löschen und als wir auf ein anderes Auto bestanden haben, wurde uns versichert, dass alle Europcar-Autos diese Fehlermeldung hätten. Das war bereits sehr vertrauenserweckend. Um dem ganzen noch das i- Tüpfelchen aufzusetzen, haben sie direkt mit 615€ Daniels Kreditkarte zur Sicherheit belastet 🙂 Das war mindestens das dreifache des Werts des Autos. Aber auch okay, wir waren in Griechenland nicht nur mit dem Auto unterwegs. Zu Fuß konnte man hier und da was erreichen, im Prinzip war aber alles ähnlich bzw. hat sich wiederholt. Kreta ist einfach mega groß und man ist nicht mal eben hier oder da. Wir waren im Kloster, in einer Höhle und wir waren in einem Amazonas- Tierpark, wo es aber auch eigentlich nur Vögel gab. Und kleine Affen. Um zu den Ziegen und Eseln und anderen „freilaufenden“ Affen zu kommen, musste man sich den Fütterungszeiten anschließen, worauf wir verzichtet haben, weil die Tiere so gierig waren, dass sie einen komplett eingesaut und angesprungen haben, das Essen aus der Hand rissen und damit den Spaß wohl schnell beendeten. Das meiste, das umliegend war, war einfach ausschließlich auf den Tourismus ausgelegt. Was anderes scheinen die Menschen dort einfach nicht zu haben. Im Dorfinneren erinnerte alles an einen Krieg, bzw. die Überreste eins Krieges. Und überall diese hungrigen Katzen 🙁 Das Meer war natürlich extrem schön, das Wasser super klar, aber kalt 😀 Deshalb konnte ich mich auch nur 2 mal überwinden, in den Pool zu gehen. An und für sich war das Wetter echt gut, es hat nur einmal etwas genieselt, ansonsten war es meistens bewölkt, manchmal halt sonnig. Das Essen war auch gut, es gab jeden Abend kleine Pizzastückchen 😀 und gefrühstückt haben wir direkt mit Ausblick auf das Meer, mit dessen Wellenrauschen wir auch schlafen gegangen sind. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich auch das Geplätscher des Koiteichs meines Nachbarns ganz okay finde. Der Rückweg war, bis auf den langweiligen Flug, etwas amüsant, weil Daniel und ich da saßen, und gelesen haben 🙂 Bis wir aufgerufen wurden. Bis dann ein leerer Bus kam um uns, mit 2 weiteren verschollenen Paaren einzusammeln und in den Flieger zu bringen, der, nachdem Daniel als letztes eingestiegen ist, die Türen schloss mit der Durchsage „Boarding completed“. Jaaa, jaaaaaa. Verpeiltheit steckt an. Okay, jetzt eine Zusammenfassung der Bilder der letzten Woche, und dann ist das Thema Urlaub auch schon durch. Also bis auf einen kleinen Wochenendtripp nach Polen zu meinen Großeltern. Ich habe sooo viele Sachen hier liegen, die ich umsetzen möchte, eigentlich kann ich es kaum erwarten 🙂 

One thought on “Zuhause

  1. Welcome home 🙂

    Das klingt ja fast nach einem Abenteuerurlaub. 😀 Hauptsache ihr seid heil wieder daheim angekommen und du konntest endlich deine Terrierbande wieder in die Arme schließen.

    Und ja, Mütter hören nie auf sich Sorgen zu machen, aber dafür liebt man sie. 🙂 Bestelle deiner Mama mal einen lieben Gruß von mir, unbekannterweise. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.