Denken Sie an was schönes

Denken Sie an was schönes

Zum Glück ist der blöde Tag auch fast rum. Wobei, eigentlich war der Tag ziemlich witzig. Sagen wir, zum Glück ist es erledigt und ich habe es hinter mir. Als Daniel mich gestern gefragt hat: Wann fahren wir morgen eigentlich los?, ging es schon etwas besser. Ich dachte, ich würde nur mit meiner Mama fahren und für mich war das alles nicht so klar, wie für ihn offenbar, dass er mitkommt. Meine Mama ist immer dabei. Sie ist aber auch immer sehr traurig und mitgenommen und ich wusste, dass es auch für sie besser wäre, wenn noch jemand dabei ist und sie ablenkt. Natürlich fiel mir heute morgen erst ein, dass ich den Fragebogen für den Anästhesisten nie ausgefüllt habe und weil Daniel schon fertig war und ich nicht (Polly hat heute morgen seinen Namen gerufen und wollte mit ihm raus gehen und leider nicht mit mir 😀 ), habe ich ihn verdonnert sich im Badezimmer aufs Klo zu setzen und schon mal die lustigen Kreuze zu machen, während ich mich hübsch mache für die OP. Und so sitzt er da, geht die Fragen durch, und checkt meinen Gesundheitszustand. Augenerkrankungen? Nein. Sehen kann sie mich. Hörgeräte etc? Hören tut sie nur manchmal aber sie hört mich. Muskelerkrankungen? Muskeln sind zumindest vorhanden. Laut Dr. Daniel waren auch noch alle anderen Organe vorhanden und alles andere auch mehr oder weniger funktionsfähig. Im Krankenhaus dann mussten wir 2 Stunden warten, bis ich dran war. Da ist sie wieder, die Logik eines Termins. Wir haben die Zeit sinnvoll genutzt und schon geplant, was wir anschließend bei Burger King essen, denn wir haben beide schon länger als 2 Jahre nicht mehr dort gegessen und alle 2 Jahre geht das wohl mal klar. Und was wir abends essen wurde auch geplant. Wenn man nüchtern auch noch so lange warten muss, denkt man wirklich nur noch ans Essen 🙁 Und an Quatsch 😀 opAls es dann endlich soweit war, war es eigentlich wie immer: weiß, kalt und viel zu hell. Der Pfleger Rene hat irgendwann, nachdem mein Blutdruck gemessen wurde, das Narkosemittel langsam durch den Zugang in meinem Arm geschickt mit den Worten, ich solle die Augen schließen und an was schönes denken. Mir ist nichts besseres eingefallen, als Polly durch den Tunnel in meinen Garten zu schicken und dann über den Steg zu jagen 😀 Ich weiß nicht, ob das toll oder traurig ist 🙂 Jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass es ewig gedauert hat. Normalerweise wirkt die Narkose sofort bei mir. Vielleicht wird man ja irgendwann immun dagegen? Keine Ahnung. Ich habe ihm also zugeguckt, wie er das Mittelchen immer weiter in meinen Arm gespritzt hat und mich liebevoll dabei getätschelt hat. Muss auch komisch sein, wenn da jemand liegt und dich anglotzt und du nur denkst: Mein Gott, schlaf doch endlich… Aufgewacht bin ich dann, weil mir irgendwer irgendwas aus dem Mund gerissen hat. Merke ich übrigens jetzt noch. Ansonsten aber nichts. Es tut nichts weh, und bis auf die Tatsache, dass ich schlapp bin, ist nichts. Polly und Lane liegen neben mir auf der Couch und alles ist gut. Jetzt hoffe ich, dass der Scheiß nicht unbedingt auf dem Wege ist, zu streuen, und dass ich bald wieder laufen und trainieren kann. Das Ergebnis sollte zum Ende der Woche da sein, aber wie das immer so ist mir Ergebnissen, die dann und dann da sein sollen 😀

2 thoughts on “Denken Sie an was schönes

  1. Super gut, dass du den Eingriff erstmal überstanden hast. Alles Gute und, jawohl!, Glück für die nächsten Tage, Wochen, Monate, Jahre 🙂
    Vici, eine stille, aber fleissige Leserin deines Blogs schon seit Jahren^^
    PS: Einen tollen Freund hast du, so muss das!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.