German Classics

German Classics

Die Bilanz dieses Wochenendes fällt durch und durch positiv aus. Nachdem ich meine ersten Classics 2014 so blöd fand, war ich mir nicht sicher, ob ich 2015 nochmal starten will. Es hat keiner teilgenommen, mit dem ich gerne meine Zeit dort verbracht hätte – und von freier Zeit hat man da ne Menge- und die Hunde durften bei üblen Außentemperaturen nicht mit in die Halle. Fand ich mega geil für Lane, die das Wochenende mit 2 Mänteln im Auto verbracht hat. Angesagt war ursprünglich, dass die Classics 2015 wieder in der selben Halle stattfinden, wenn ich mich recht entsinne, aber so war es nicht. Dieses Jahr ging es nach Mendig, in den neu eröffneten Agilitypark. Alles klar. Ich wollte nicht so gerne wieder alleine fahren, und so habe ich mich aufgerafft und überwunden, Daniel zu fragen. Das war nicht sooo besonders einfach, weil es noch nie jemanden an meiner Seite gab, der GERNE oder auch nur im Ansatz FREIWILLIG mit auf eine solche Veranstaltung gekommen wäre, und dort nicht den ganzen Tag voll die Fresse gezogen hat. Außerdem lassen sich die meisten meiner Bekanntschaften in 3 simple Phasen einteilen:

Phase I – Hi. Oh. Wow. Du hast ja voll die süßen Hunde. Boah. Die hören ja voll gut. Ich hatte/habe auch einen Hund – meine Eltern/ meine Oma/ der Nachbar 18 Wohnblocks weiter haben/hat auch einen Hund. Ich mag Hunde voll. Hunde sind voll cool. Vielleicht können wir ja mal zusammen spazieren gehen??? *zwinker-zwinker-schleim-schleim*

Nicht viel später kommt aber schon Phase II.

Phase II – Hm. Müssen die echt schon wieder raus? Warst du nicht erst gestern spazieren? Aha. Du bist schon wieder beim Training. Das war doch erst letzte Woche??? Verstehe. Du bist auf einem Turnier. Hä? Wieso machst du das, wenn es keine Preisgelder gibt? Check ich nicht. Boah neee. Kein Plan was ich da machen soll. Ich geh „feiern“.

Und schließlich folgt Phase III – Du. Nichts für ungut. Ich mag dich. Und ich kann mir das mit uns auch echt gut vorstellen. Aber ich mag auch Hamster. Oder Goldfische. Wäre das nicht eine Alternative zu diesen Hunden?

Ja, ich weiß. Aber naja. Daniel hat ja gesagt, obwohl sich die Begeisterung auch hier sehr in Grenzen hielt AAAABER: Das Wochenende war wie gesagt insgesamt eigentlich ganz cool. Und ich bin nicht die einzige, die das sagt. Gerne wäre ich auch Freitag Abend gefahren, aber außer mir sonst keiner, deswegen sind wir Samstag Morgen aufgebrochen. Und weil wir eine neue Kamera haben, und diese natürlich ausprobiert werden musste, hat Daniel ein cooles  Video gemacht, das das Wochenende gut zusammenfasst und auch mal von einer anderen Seite zeigt. Nachdem es nun geschnitten und fertig auf meinem Desktop liegt, habe ich aber beschlossen, dass ich es nicht hochladen möchte. Manche Sachen müssen einfach nicht ins Internet. Ich für meinen Teil möchte eigentlich nur noch etwas zu meinen Hunden zusammenfassen:

Lane war super. Jeder, der seinen Hund wirklich liebt, und ihn nicht als Sportgerät sieht, sollte das nach diesem Wochenende sagen, da es schon eine großartige Leistung ist, sich für eine solche Veranstaltung zu qualifizieren. Vergleiche ich unsere Leistungen nun noch zum letzten Jahr, stelle ich erfreulicherweise fest, dass wir dieses Jahr nur 1 Disqualifikation hatten, wohingegen es im letzten Jahr nicht einen Lauf gab, in dem wir nicht disqualifiziert wurden. 3 von 4 Läufen haben wir durchgebracht, 2 von 3 fehlerfrei. 4 von 4 Starts am Start liegen geblieben und 3 von 3 Kontaktzonen gut gearbeitet. Alles, was ich ihr dieses Jahr beigebracht habe, konnte ich abrufen!!! Sie hat an den richtigen Stellen die Geschwindigkeit herausgenommen und hat AUFGEPASST! Letztes Jahr bin ich einem kleinen schwarzen Monster hinterhergelaufen und habe gehofft, dass wir es beide unbeschadet durch den Parcours schaffen Sie ist insgesamt etwas zurückhaltender geworden, was an den Schwerpunkten in meinem Training liegt. Nun habe ich noch 2 große Sachen, an die ich ran will. Die standen auch schon vor den Classics auf Lanes To Do Liste, aber ich bin der Meinung, dass es für den Hund fairer ist, schwerpunktmäßig zu arbeiten, um keine totale Verwirrung herbei zu führen, deswegen habe ich noch nicht alles nachgearbeitet. Und die Classics haben mir gezeigt, dass ich richtig liege und das wirklich noch 2 große Defizite bei uns sind, die uns in fast jedem Lauf 2 – 3 Sekunden gekostet haben. Alles in allem haben wir eine Kombinationswertung geschafft, aus der hervorgeht, dass 16 Teams besser waren als wir, und wir besser waren als 24 Teams. Die Luft ist mittlerweile extrem dünn. Und so finde ich, dass man wirklicht nicht aus den Augen verlieren darf, was die Hunde eigentlich leisten. Der größte Erfolg ist doch wirklich, das mühsam antrainierte abrufen zu können.
Polly hingegen hat uns sehr überrascht. Sie war das ganze Wochenende mit in der Halle und hat echt nicht genervt. Sie ist nicht einmal in ihrer Box ausgerastet, hat nicht gebellt oder gejammert, alles stillschweigend hingenommen. In dem Haus, wo wir übernachtet haben, war sie ebenfalls sehr brav, und weil sie partout nicht auf einer Decke auf dem Boden schlafen wollte und ich ihre Box vergessen habe, habe ich sie ausnahmsweise mal natürlich mit ins Bett genommen und ihr gesagt, sie muss aber die ganze Nacht dort liegen bleiben, wo ich sie hinlege und darf nicht auf uns rumtrampeln, wie sie es so gerne tut. Und daran hat sie sich auch gehalten 🙂agc

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