2015

2015

Es gab einen Rückblick, zumindest einen halben, aber nachdem ich im Juli angekommen bin, und noch keine Bilder zu den einzelnen Monaten herausgesucht habe, habe ich beschlossen, einfach ein Résumé zu verfassen. Wer sich für einzelne Ereignisse interessiert, kann ja zurückblättern. Hoch lebe der Blog!
Also, mein Résumé zu 2015:

Es war bis auf ein, zwei kleine Sachen, das beste Jahr seit langem! Völlig kurzfristig und ungeplant, habe ich im Januar einen Hund gekauft, der mir ein bisschen aufgeschwatzt wurde- Polly, und wenn ich eine Beschreibung geben sollte, dafür, wie ich mir einen Parson Russell Terrier wünsche, würde Polly diese 1:1 erfüllen. Manchmal gehe ich morgens runter, und sehe sie an, und kann es noch kaum fassen, dass ich so einen coolen, neuen Hund habe. Dann muss ich sie nehmen, und drücken und quetschen und abknutschen, weil man Liebe ertragen muss. Wir lachen jeden Tag über sie, weil sie einfach einmalig witzig ist. Sie hat so viel Charme wie kein anderer Hund den ich kenne, und ist dabei auch so dreist, wie kein anderer Hund. Sie nimmt sich alles heraus. Die Welt gehört ihr. Aber vergiss die Welt, friss das Glück und atme den Wahnsinn! Polly halt. Ich bin so froh, dass sie da ist! Die einzigen, kleinen Gründe, die für mich dagegen gesprochen haben waren:

a) eigentlich wollte mein Exfreund einen Parson
b) ich habe gerade erst einen Hund abgegeben und wollte nicht, dass es heißt, ich hätte diesen Hund ersetzt und
c) mit 2 Hunden, Kira und Lane, war es wirklich ruhig, und angenehm. Und würde sicherlich auch einfacher werden, jemand neues kennenzulernen.

Aber dann habe ich mir gedacht, scheiß drauf. Scheiß auf Exfreunde, scheiß auf andere und scheiß auf eine neue Beziehung.

2 Tage später habe ich Daniel kennengelernt 😀 Es war von Anfang an alles einfach und gut. Und das hat überhaupt nicht zu mir gepasst. Daniel schien der erste Kerl zu sein, dem ich begegnet bin, der keine Psychosen, Neurosen, Depressionen, Ängste, merkwürdige Vorlieben, Krankheiten, Allergien oder andere abgefahrene Dinge mit sich brachte. Er war einfach so normal, dass es klar war, dass er überhaupt nicht in mein Leben passt. So gar nicht gar nicht. Kurz danach stand mein Umzug bevor, und es war auch klar, dass ich das alleine durchstehen muss, wie beim letzten Mal auch, obwohl ich da sogar in einer Beziehung war. Wieso sollte also wer „Fremdes“ helfen? Es war sehr chaotisch zu dieser Zeit. Eigentlich wie meistens bei mir. Aber die Zeit sollte erstmal vergehen, und zeigen, was sie mit sich bringt. Im März ging es dann los und Daniel hat mit mir das ganze Haus renoviert. Wir haben alles neu gestrichen, jede Wand, jeden Balken. Er hat im Flur neuen Boden verlegt, ein Schranksystem aufgebaut, die Stufe ins Wohnzimmer abgedeckt, eine Fensterbank gebaut, eine Theke in der Küche, eine Schwingtür in die Küche, die sich nur durch ziehen von außen öffnen lässt, sodass die Hunde nicht reinkommen von alleine, so viele Regale, einfach alles. Im Nu hingen alle Lampen, alle Kabel waren geordnet, alles war angeschlossen und funktionierte. Und ich bin in mein eigenes Häuschen eingezogen, weg von der alten Wohnung mit allen alten Erinnerungen.

Kurze Zeit später hat in Kamen ein Verein Kontaktzonengeräte verkauft. Steg und Wippe… Ich konnte nicht anders. Mein eigener Steg ist eingezogen, ebenso meine Wippe, für den neuen Hund und eine Garage wurde angemietet, zum Lagern.

Meine ersten WM- Qualis habe ich überstanden und meine zweite Teilnahme mit Lane an den German Classics und an der Deutschen Meiterschaft. Die Kreismeisterschaft im Mai hat sie gewonnen.

Wir waren 2 Mal im Urlaub. Polen war toll, Griechenland war toll. Meine Familie wollte ich schon seit Ewigkeiten besuchen. Das wurde ebenfalls erledigt. Genau wie ein Ausflug ans Meer mit den Hunden. Alles erledigt.

Das Jahr zeichnet sich also eigentlich durch so viel neues in meinem Leben aus. Eigentlich ist alles neu. Sogar mein Hintergrund, (2,72m!), meine Lampen und ein Zahn! Jap. Ich kriege mit 27 einen neuen Zahn, wo Daniel dieses Jahr einen verloren hat, haha 😀 Aber das ist eben so, wenn man alt ist 😀 😀 😀 Ich habe endlich das Gefühl, wieder alles im Griff zu haben und habe so sehr aufgeräumt, dass es nichts mehr gibt, momentan, dass mir Sorgen bereitet oder mich nervt oder stört oder belastet. Sogar meine externen Festplatten sind wieder aufgeräumt 😀 Joulean hat das beste Zuhause gefunden, das sie finden konnte, ich habe für mich das beste Zuhause gefunden, der beste Parson ist eingezogen, und ich habe den (bisher) besten Mann kennengelernt. Fast ein Jahr später warte ich leider immer noch manchmal auf den Knall. So oft und tief, wie ich in den Nietentopf gegriffen habe, kann das alles eigentlich kaum wahr sein. dada2dada3dada1

Verzichtet hätte ich gerne auf Gebärmutterhalskrebs. Schon wieder Krebs… Ätzend. Das war aber glaube ich auch das einzige. Aber wenn alles seinen Preis hat, tja dann…

Mein letzter Wunsch für 2015 war es, Peter Dost zu besuchen und Lanes Mutter, und zu schauen, wo Conni ihren Frieden gefunden hat. Über 2 Jahre später habe ich mich das erste Mal in der Lage gesehen, das zu tun, ohne vollkommen zusammen zu brechen. Und das haben wir am 2. Weihnachtstag erledigt. 004A2742

Es ist so gemein. Wieso darf jemand fast 100 werden, und wer anders keine 60? Ich denke, darauf wird es niemals eine Antwort geben. Ich war sehr froh darüber, dass es Peter gut geht. Und Daphne, Lanes Mutter, und ich war erstaunt darüber, wie ähnlich sie sich ist mit Lane. Das ist mir nie so aufgefallen. Aber sie ist auch ein Jammerlappen und hat sogar in der selben Tonlage gejammert wie Lane. Sie legt sich identisch hin wie Lane und schaut man in ihr Gesicht, sieht man Lane. Schaut man in Peters Wohnung, so sieht man wiederum, dass Conni für eins gelebt hat: Die Hunde, und die Zucht. Das war alles für sie. Ihr ganzes Leben. Ich habe mich einen kurzen Moment etwas komisch gefühlt, weil sie mir ihren letzten Zuchthund geschenkt hat. Ihre große Hoffnung, sie hat alles auf eine Karte gesetzt: Lane. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr weiterführen können, was Conni weiterführen wollte.

One thought on “2015

  1. Tolles Fazit!

    Ich wünsche Dir verdammt nochmal das es 2016 genau so für Dich weiter geht. Nur streichen wir den Krebs….

    Mach genau so weiter mit Wünsche, Träume & Ziele erfüllen….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.