Turnierwochenende in Ibbenbüren

Turnierwochenende in Ibbenbüren

Jedes Jahr frage ich mich, fährst du nach Ibbenbüren oder nicht? Verhältnismäßig ist es schon weit, schon wieder ne lange Autofahrt hin und zurück, jedes Mal zögere ich und jedes Mal melde ich und bin happy 🙂 Also wird es sicher nächstes Jahr genau so laufen. An den Start ging nach wie vor lediglich Polly; Lane ist ja der Meinung dass ihre morgen nun 7 Wochen alten Babies, die bereits um die 2 Kilogramm wiegen, durchaus noch kräftig gesäugt werden müssen 🙂 Ich lasse sie und werde vor Mitte/ Ende Juli eh nicht mit ihr starten. Also waren der haarige Parson und ich alleine unterwegs. Meine Eltern hatten gestern Baby- Dienst und Daniel heute. Funktioniert einwandfrei! Im A-Lauf wurde Polly von dem einen oder anderen Gerät magisch angezogen, Dinge, die ich so nebenbei wahrgenommen aber nicht für gefährlich gehalten habe, also gab es eine dicke Disqualifikation, gleich zweimal 😀 und ich fand es ein bisschen schade, weil ich den Parcours mega gut für uns fand und das Ende einfach nur Bock gemacht hat: außen, Steg, Hürde, Hürde. In einer Linie. Rennen, rennen, rennen. Bis dahin waren wir aber wie gesagt schon das eine oder andere Mal raus, aber – es gibt doch dieses Lied von Kraftklub mit den Worten: „Und selbst wenn alles scheiße ist, du pleite bist und sonst nichts kannst, dann sei doch einfach stolz auf dein Land“. Das lief auf dem Rückweg und ich dachte mir so, ja, ok, ich bin stolz, stolz auf meine super Starts, ich bin stolz auf meine Zonen und ich bin stolz auf den Hund, der noch keine 2 Monate startet und in 4 Tagen erst generell 20 Monate „alt“ wird. Im Jumping haben sich einige Hunde rausgeschossen, wobei ich auch hier fand, dass der Parcours super gut zu laufen war, wenn man den Hund ordentlich geführt hat und nicht unbedingt faul war. Und so habe ich mir viel Mühe gegeben mit Polly, wieder ein super Start, sie sitzt (noch) wie eine 1, super Wendungen, schön flott und selbstständig und dann läuft sie an der vorletzten Hürde vorbei die etwas aus der Reihe versetzt war 🙂 Tja, das habe ich wirklich GAR NICHT einkalkuliert gehabt und bin davon ausgegangen, die macht das einfach. Egal. Es war ein schöner Tag, ohne Regen, was für Ibbenbüren total untypisch ist und wenn ich so an die schwierigen Stegabgänge denke in der 3, will ich da noch gar nicht hin (ja, es macht Sinn, den gesamten komplexen Sport auf Stegabgänge zu reduzieren 😉 ). Tja, heute fand ich die Parcours so naja. Auf jeden Fall auch machbar, aber ich bin nicht an den Start gegangen mit dem Gefühl, dass der für uns gestellt wurde, so wie gestern. Dennoch lief Polly einen super A-Lauf und gewann diesen fehlerfrei, was uns nun doch ein Stück näher an die A3 bringt 😀 Isn’t it ironic, don’t you think? Der Steg war leider nicht drin, wobei ich sofort gemerkt habe, wie MEGA entspannt ich deshalb war, obwohl ich erst einmal einen Fehler am Steg hatte, wo sie abgerutscht ist. Die Richterin heute hat sich angeblich dagegen entschieden, den aufzubauen, weil die Wiese eine Schräge hat und es gestern wohl den einen oder anderen Abflug auf dem Steg gab. Keine Ahnung ehrlich gesagt. Ich habe auch etwas gepennt 🙂 Hier Pollys 2. V0 für die A3.

Den Part mit wie stolz ich auf Polly bin, lasse ich heute mal weg. Es macht unbeschreiblich viel Spaß und ich hatte noch nie ein so gutes, stimmiges Gefühl mit einem Hund auf Turnieren. Ich habe mit Polly bisher keinen Triebaufbau gemacht und nie gezielt Geschwindigkeit trainiert, eher mal etwas mehr über Futter als über Spielzeug, wo sie extrem gaga drauf ist. Viel Technik, aber mit Hirn. Ich weiß, dass mit der Sicherheit bei ihr auch noch mehr Tempo kommen wird. Und ich hoffe inständig, dass „noch mehr Tempo“ nicht = „weniger Hirn“ bedeutet. Wegen meiner kann sie so bleiben wie sie ist. Ich finde sie so einfach perfekt. Perfekt fand ich auch Lou und Alanis gestern. Nachdem das Turnier an beiden Tagen übrigens, recht zügig rum war, ich war so gegen 16 zuhause, mit über einer Stunde Fahrt, habe ich die Babies einzeln mal an die Leine genommen und bin mit ihnen etwas im Hof und an der Straße vor meinem Haus spazieren gegangen, während Daniel dieses ultimativ langweilige Fußballspiel geguckt hat. Hey, ich war soooooo begeistert. Die laufen ja einfach. Als hätten die nie in ihrem nun fast 7 Wochen alten Leben etwas anderes gemacht. Hüpfen fröhlich vor sich hin, sind nicht irritiert von dem Klimbim an ihnen dran, haben Steine, Schilder, Bushaltestellen und andere extrem aufregende Sachen erforscht. Diese Woche werden wir also definitiv nutzen für einige Ausflüge. Am Freitag waren Lous neue Menschen auch wieder hier und es wurde bereits etwas „ernster“. Der Papierkram muss erledigt werden, Kaufvertrag, Impfung, Fütterung, Bezahlung, all die unangenehmen Sachen müssen einfach besprochen werden. Nichts desto trotz hat sich mein Gefühl nur gefestigt und so blicke ich der Abgabe so entspannt, wie es mir eben gezwungenerweise gelingt, entgegen. Meine Mama ist die schlimmste. Die leidet so sehr unter dem Gedanken an die Abgabe von Lou, dass sie mir bereits ernsthaft (!!!) 2000€ für den Hund geboten hat, wenn der bei ihr bleibt. Aber hat die Menschheit Lust auf adipöse Manchester Terrier? Ne. Es tut mir Leid, dass ich die vielen Anfragen inbesondere im Nachhinein nicht erfüllen konnte, ganz im Gegenteil, nur eine einzige, aber ich habe mich für Lou entschieden und gehe einfach mit meinem Gefühl. Mehr zum Thema Wurfplanung wird es geben, wenn ich einen abschließenden Bericht über meinen A- Wurf schreiben werde, wenn Lou ausgezogen ist. 2017 wird es jedenfalls keine Welpen geben und Lane geht ohne weitere Unterbrechungen zurück in ihr altes, sportliches Leben. Voraussichtlich.

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