Dänemark

Dänemark

Eine Woche sind wir nun schon in Dänemark, wir haben bereits ziemlich viel gemacht und ich habe es noch nicht geschafft, mich für ein Update aufzuraffen. Die ersten 3 Tage konnte ich hier eh nicht ankommen, zuviel unnötiger Kram, der mich mal wieder beschäftigt hat naja, und dann alles auf einmal. Das zweite Mal in recht kurzer Zeit macht mein Magen mega Probleme, und das kann kein Zufall sein, weswegen ich sicherlich diese Woche noch zum Arzt gehen werden muss. Mega nervig! Wir haben aber ein schönes Ferienhaus, von welchem Daniel allerdings behauptet, dass sich in unserer Abwesenheit jemand hier herum getrieben hat, weil, Achtung, Papier im Grill lag, obwohl dort zuletzt keins lag und Daniel sich ganz, ganz sicher ist, wie er den Grill zuletzt verlassen hat. Daniel ist generell ein sehr glaubwürdiger Mensch, aber ich glaube ihm nicht, weil ich ihm nicht glauben möchte. Außerdem fehlt ein Feuerzeug. Der Gedanke missfällt mir einfach und ich frage mich nach der Intention einer solchen Aktion. Aber naja, eigentlich möchte ich mich nicht weiter damit befassen 🙂 Aus dem Sinn –  aus den Augen 😀 So heißt es doch, oder?

Wir sind in weniger als 10 Minuten am Strand, fahren wir mit dem Auto ein paar wenige Minuten sind wir an einer außergewöhnlich wunderschönen Stelle und: Wir haben die Strände hier wirklich so gut wie für uns alleine.

Manchmal sind gegen Abend ein paar vereinzelte Angler da, aber das ist kein Problem. Mit den Hunden hatten wir bislang auch keine Probleme und sind noch nirgendwo angeeckt. Bevor wir hier waren habe ich schon einige Horrorgeschichten über Dänemark und die dänischen Gesetze im Bezug auf Hunde gehört, und bei welchen Schandtaten sie einem die Hunde angeblich direkt beschlagnahmen können, ganz abgesehen davon, dass der Freilauf von Hunden am Strand untersagt ist. Wir haben mittlerweile sogar schon mal Einheimische mitten im Dort getroffen, die unangeleint mit ihren Hunden herum spazieren. Also wirklich alles easy. Heute werden wir sicherlich wieder an den Strand gehen, die letzten 2 Tage haben wir ein wenig pausiert, weil Polly sich so verausgabt hat, dass ihre Pfötchen ein wenig wund und rau waren. Generell sind die Hunde wirklich extrem brav- allerdings hat es geknallt. Lane und Polly. Ich habe nie geglaubt, dass Lane das Durchsetzungsvermögen hat und den Willen, der Boss zu sein, aber das ist sie wohl nun. Die einzige Rangelei, die ich mal hatte, war zwischen Kira und Polly, da ging es um einen Ball, den ich geworfen habe, und weil eine von beiden bereits geblutet hat, bin ich dazwischen gegangen und habe diese Rangelei unterbunden. Ich hätte nicht sagen können, wer sich eher durchsetzt. Beide sehr charakter- und willensstark, Polly allerdings sehr jung, und Kira sehr alt und gebrechlich. Da wollte ich einfach kein Risiko eingehen. Vor 3 Tagen hatten wir eine ähnliche Situation am Strand. Ich habe die Hunde fotografiert, und um sie in Bewegung zu halten, Steine durch die Gegend geworfen, weil ich weiß, dass sie diese nicht aufnehmen, sich also nicht um „Beute“ streiten können, aber immerhin rennen. Irgendwie hat Polly die Lane dann aber doch ziemlich angepöbelt, tja, und dann ist Lane sauer geworden… 004a7234

Kira ist nun seit über 1 Monat nicht mehr da, und auch wenn sie auf den Spaziergängen meistens nicht mehr dabei war, hat Lane in solchen Situationen immer gesagt, okay, okay du Großmaul, du kannst es haben. Ich weiß nicht, ob es nun mit der recht langen Abwesenheit Kiras zusammenhängt, denn ich habe zusätzlich generell das Gefühl, dass Lane nach den Welpen in einigen Aspekten gefestigter ist, aber Lane hat sich das erste Mal durchgesetzt und obwohl ich gesehen habe, dass es ernst ist, habe ich sie machen lassen. Ich bin nicht immer ein Freund von „die machen das unter sich“, insbesondere wenn wie gesagt alte Hunde, oder Welpen im Spiel sind, Hunde die körperlich einfach nicht gleich stark sind, aber bei Lane und Polly wusste ich, dass beide zumindest die körperliche Stärke besitzen und solange es nicht blutet… Es brodelt ja eh immer wieder auf. Interessant war der nächste Tag, als wir wieder am Strand waren, da habe ich zuerst die Manchester Terrier mitgenommen weil ich immer noch nicht dieses eine Foto hatte, welches ich haben wollte, Achtung: 004a7782

und ich nicht noch einmal eine Rangelei provozieren wollte. Als Daniel mit Polly dazugestoßen ist, und Polly freudig, natürlich unangeleint zu mir und Lane und Alanis kam, hat Lane sich ganz groß gemacht, ist zu Polly stolziert, hat sie echt mit der Brust geschubst, woraufhin Polly sich sofort unterworfen hat. So krass!!! Nun, so geht es dann auch weiter. Heute morgen haben alle 3 zusammen im Bett gespielt und als Polly mal wieder etwas über die Stränge geschlagen hat, und Lane ihr zu merken gegeben hat, dass sie es nicht gut findet, hat sie sofort kleine Brötchen gebacken! Das hätte ich nie gedacht. Ich war mir total sicher, dass Polly sich durchsetzt, der Boss zu sein. Es ist wirklich bemerkenswert. Ich kann theoretisch alle 3 aus einem Napf füttern. Lane fühlt sich nicht immer so wohl, und lässt dem Kindergarten den Vortritt, und geht nur ab und zu gucken, aber die würden sich wegen Futter niemals streiten. Polly hat, als ich sie mit 12 Wochen nach Hause gebracht habe, als erstes Lane angeknurrt, als Polly am Wassernapf stand und Lane mal gucken wollte, wer das denn ist, den ich da mitgebracht habe. Polly war noch keine 2 Minuten in meiner Wohnung und meinte direkt klarmachen zu müssen, dass es ihr Wasser ist. Und nun könnte ich sie wie gesagt alle aus einem Napf füttern, wenn ich wollte. Tue ich natürlich nicht. Aber sie liegen auch zu dritt auf der Couch und knabbern ein Schweineohr oder so. Kein Problem. Polly hat sich echt so gut gemacht. Und nun fügt sie sich in die Reihenfolge, die ja eigentlich vorgesehen ist. Das finde ich ziemlich gut. Sie ist in meinen Augen noch ein ziemlicher Kindskopf. Aber das ist auch gut so. Wen würde Bob sonst reiten?

Ansonsten mache ich das, was ich eh gerne mache. Die Hunde werden jeden Tag geklickert, und Polly und Lane können endlich zumindest in einem guten Ansatz einen Ring auf die Ring- Pyramide stecken und mit Alanis habe ich das Training nun wieder – strukturiert- aufgenommen. Als Kira gestorben ist hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr so Lust, viel mit ihr zu machen, obwohl ich selbst davon überzeugt bin, dass insbesondere die ersten Wochen so wichtig sind für die Entwicklung des Hirns und des Denkvermögens. Ich hatte einfach keine Motivation. Wenn wir nach Hause kommen, werde ich mich nun auch an das Projekt „running contacts III“ wagen. Ich hoffe, dass Alanis etwas kleiner wird als Lane aber genau so ein geniales Verständnis für die Zonen entwickelt wie Polly. Irgendwie habe ich etwas Angst davor, running contacts mit einem Manchester zu machen, aber ich habe auch vor Pollys Ausbildung gesagt, dass Parson „hüpfig“ sind und deswegen für diese Art der Bewältigung der Kontaktzone nicht geeignet. Und nun sagen alle, dass sie selten so saubere, durchgelaufene Zonen gesehen haben, wie bei Polly. Also hoffe ich, dass es bei Alanis auch gelingt. Sie ist nun 4,5 Monate alt, geschätzte 33cm und 4,3 kg schwer. Wie gesagt, ich hoffe sie wird eine kleinere Version von Lane 🙂 Weiter gibt es nicht besonders viel über sie zu sagen. Sie ist der folgsamste Hund, den ich je hatte. Selbst Joulean, die schon extrem brav war, war durch Umweltreize beeinflusst, öfter mal im Fluchtmodus oder so. Alanis ist bislang ein Hund, den wir wirklich nebenbei laufen lassen können. Wenn wir am Strand sind, und sie der Meinung ist, genug gerannt zu sein, geht sie einfach auf die Decke, und legt sich hin. Auch wenn Daniel und ich woanders sind. Und wenn es ihr zu windig ist, dann setzt sie sich hinter einen großen Stein und guckt ab und zu, ob ihre Familie immer noch da ist.  Soooo niedlich!  Sie rennt nicht zu anderen Hunden und in der Regel auch nicht zu anderen Menschen. Das ist dann der Manchester. Bzw. typisch Lane. Lane hat auch keine Ambitionen großartig zu anderen Menschen zu gehen. Polly findet alle cool. Es war am Anfang echt eine Lebensaufgabe, sie davon abzuhalten, alle zu begrüßen. Die Manchester halten sich eher so an ihre Menschen. Also meine Manchester. Rückblickend kann ich mir heute nicht mehr erklären, wieso ich so eine Panik hatte, sie anfänglich laufen zu lassen. Wir könnten auch mit ihr durchs Dorf laufen, und sie von der Leine lassen. Sie würde höchstens mal einen Kaugummi aufnehmen 🙂 Oder eine Feder!!! Ein Video von Alanis folgt.

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