Ende September

Ende September

Ich habe neulich irgendwo gelesen, dass die Zeit gefühlt schneller rum geht, wenn man älter wird, weil man wesentlich mehr um die Ohren hat und sich das Empfinden für das Zeitgefühl als solches ändert. Zuerst fand ich es Quatsch, aber dann hat es mich irgendwie erleichtert, weil es mir glaube ich auch so geht. Und Daniel geht es noch viel mehr so, und da er ja noch wesentlich älter ist als ich, kann das nur stimmen. Es gibt sooooo viel zu berichten, die letzte Zeit war so ereignisreich und so voll, dass einfach wenig übrig bleibt, für mein Baby hier. Ich befürchte auch, dass ich heute nicht alles schaffen werde. Mehr als 40 Minuten kann ich heute leider nicht erübrigen für ein Update.
Im Moment genieße ich die Zeit einfach so sehr mit meinen 3 wunderbaren Hunden und mit Daniel. Zugegeben, Alanis und Polly sind echt anstrengend, wobei Polly manchmal auch mit 1,5 Jahren Vorsprung glaube ich die anstrengendere von beiden ist. Im Urlaub konnten wir Alanis einfach so mitlaufen lassen. Manchester unterscheiden sich einfach doch ziemlich stark vom Parson. Und dennoch ist Polly für mich absolut 100% das, was ich mir immer vorgestellt und gewünscht habe bei einem Hund dieser Rasse.
Der Urlaub war verhältnismäßig ruhig. Ich hatte gesundheitsbedingt mal wieder ein paar schlechte Tage, das hat echt genervt, ansonsten haben wir uns bis auf einen Ausflug mit einem Boot zur Seehundbank, selbst beschäftigt. Wir sind Inliner gefahren, waren super viel am Wasser, die Hunde fanden es so gigantisch, dass wir zwischendurch sogar 2 Tage Pause einlegen mussten, weil Polly ziemlich wunde Pfötchen hatte.
danemarkDie ganze Galerie folgt. Wir haben speziell nach einem Haus mit eingezäuntem Garten gesucht, und so war es wirklich angenehm, dass die Hunde einfach rein und raus konnten wann und wie sie wollten. Alanis hat in der ganzen Zeit nicht einmal ins Haus gemacht. Jeden Tag habe ich die Hunde geklickert, daraus ist auch das letzte Video von Alanis entstanden, ansonsten waren wir spazieren, Daniel ist viel mit seinen Drohnen durch die Gegend geflogen, einmal waren wir in einem „Restaurant“ essen (so ne Fisch- Bar) und ansonsten haben wir uns auch essenstechnisch selbst versorgt. Am Donnerstagabend sind wir dann in Deutschland angekommen, und weil ich bereits am Dienstag einen Anruf erhielt, bezüglich eines kurzfristigen Jobs auf einer Haustiermesse, waren wir nicht einen Tag hier und zumindest für mich ging der Wahnsinn wieder von vorn los. Das Wochenende war extrem anstrengend und super stressig, aber es hat so unglaublich viel Spaß gemacht, wie kaum ein anderer Job. Ganz anders, als auf Hundeausstellungen platzierte Hunde zu fotografieren, wodurch man sich mit sämtlichen Richtern anfeindet, weil man nervt und weswegen man am Ende noch von unglücklichen Verlierern Emails erhält, man hätte den Hund zu früh fotografiert, weil er noch nicht korrekt „stand“, oder oder oder. Die Menschen sind mir an diesem Wochenende echt meinen Stand eingerannt und ich war heilfroh, dass ich zwischendurch Hilfe hatte, und jemand mal mit meinen eigenen Hunden, die dabei waren, rausgegangen ist, zum Lösen, oder die Bilder aufgehangen hat. Schließlich ging es um Hamms schönsten Hund!

Für dieses Wochenende habe ich ein Turnier abgesagt, und das erste Turnier hat erst vergangenen Sonntag stattgefunden. Mit Lane hatte ich im A- Lauf so Dusseligkeiten, irgendwie hatte sie ne merkwürdige Idee an der Wippe und ist seitlich runter gegangen, nicht gesprungen, nicht angerutscht, ich war auch wirklich vor Ort, aber irgendwas hat sie geritten, die Wippe auf der Hälfte zu verlassen. Das gab eine Korrektur meinerseits. Mit Polly habe ich mich echt von Gerät zu Gerät geangelt und gekämpft, der Parcours lag mir mit beiden Hunden so gar nicht gar nicht, und durch eine Linie, auf der sie am 3. letzten Gerät etwas abgedriftet ist, habe ich meinen Plan für die letzten 2 Hindernisse geändert, weil ich befürchtete sie könnte die letzte Hürde durch eben diese blöde Linie von hinten springen, und so ist sie die letzte Hürde trotzdem von hinten gesprungen. Davor war mein Plan eigentlich gedacht, dass das nicht passiert, also der ursprüngliche, den ich verworfen habe…. So ein Scheiß. Ist mir bei unserem Herrn Krüger nun schon zum zweiten Mal passiert. Ein Video erspare ich uns, weil es mich mega frustet. Es sind nur 2 Hunde im Small durchgekommen, und genau einer, von 13, im Medium. Nun habe ich noch 5 Turniere, auf denen Polly 1 Jumping und 2 A- Läufe gewinnen müsste, ansonsten ist das Abenteuer Deutsche Meisterschaft für Polly definitiv gelaufen! Im Jumping ist Polly an einem Slalomeingang gescheitert, was aber okay war für mich, weil das etwas ihren Horizont überschritten hat, und Lane lief 0. Meine gute, fast schon alte Lane 🙁 Horror! Am 20. September ist Lane nun auch schon 6 Jahren geworden. Und obwohl ich den Verlust von Kira noch nicht ganz verarbeitet habe, denke ich bereits daran, wie es wird, wenn Lane nicht mehr da ist. Ich möchte nicht sagen, dass Lane mir mehr bedeutet, als Kira. Ich denke einfach, dass man zu jedem Hund eine andere Bindung hat und jeder Hund zu seinem Menschen ebenso. Für Kira waren Menschen ok, aber nicht soooooooo wichtig. Kira war immer happy mit sich selbst. Sie brauchte nicht besonders viel. Dennoch war sie mein erster Hund, und somit hat sie einen Stellenwert, den kein anderer hat und jemals haben wird. Lane hingegen ist für mich immer meine „Verbindung zu Conni“. Außerdem existiere für Lane nur ich. Lane ist die größte, nervigste Klette der Welt. Wenn ich nach Hause kommt, steht sie neben Polly und Alanis, wartet geduldig, bis der Wahnsinn wieder normal atmet, wedelt, und kommt anschließend zu mir, legt ihre Vorderpfoten auf meine Schulter und es scheint jedes Mal so, als würde sie mich umarmen. Lane ist einfach. Ja, Lane, mein Schlitzohr. Der Hund der für mich durchs Feuer gehen würde und mir so sehr vertraut, wie kein anderer. Sie hat auch einen ganz speziellen Stellenwert bei mir, vielleicht auch durch meine Chemos, wo sie gerade in der Ausbildung steckte, und ich immer nur auf Zeit mit Lane gehofft habe, welche mich am meisten motiviert hat.
lane6Alanis‘ hat ihr Running Contacts Programm begonnen, wir haben nun 5 Einheiten hinter uns, ich werde das Brett diese Woche noch die ersten Zentimeter heben und bin bislang sehr begeistert und nach wie vor überzeugt von der Methode, auch wenn man nach 5 Einheiten natürlich wenig über Stil, Konstanz und Prognose sagen kann. Auf dem Video seht ihr Alanis das erste Mal in Kontakt mit dem Brett.

Im nächsten Jahr, spätestens, fängt generell ein neues Kapitel an. Denn: Seit fast einer Woche, bereichert „Anton“ nun unser Leben!!! Ja, wir haben schon lange darüber geredet, aber Mr. Pingelig und Perfekt und Ich habe einen Plan wollte bis nach der Saison warten, und so haben wir direkt zugeschlagen, beim ersten Wohnwagen, den wir uns angesehen haben. Die Vorbesitzer kamen tatsächlich gerade aus dem Urlaub und waren auch etwas erschüttert, dass wir ihn sofort mitnehmen wollten, aber er hat uns beiden gefallen und so wurde direkt vor Ort entschieden: Dieser soll es sein! Ich glaube, dass ich es erst so richtig realisiere, wenn wir die erste Nacht dort verbracht haben, oder ich das erste Turnier damit unterwegs war. Vorher brauche ich zwar noch eine Anhängerkupplung, aber das wird alles werden. 

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